unterm Apfelbäumchen: der Leserbrief von der Parkbank, und der super tolle fabelhaft beste whasuzigi

Leichter Regen verzieht sich, als Wind aufkommt und die dunkel getünschten Wolkenberge wegbläst. Ein roter Umschlag erregt mein Interesse. Ich öffne ihn und lese vor:

“Hallo Du, wir beide teilen das gleiche Schicksal. Auch ich sitze jeden Tag auf einer Parkbank und beobachte Menschen. Meine Parkbank ist auch grün und ich komme mal mehr mal weniger mit anderen Menschen inˋs Gespräch.

Dem Jogger geht es übrigens wieder besser, sagte er mir, als er meine Parkbank mit deiner verwechselte und drohend auf mich zuschritt. Ich soll dir schöne Grüße ausrichten und du solltest dankbar sein, dass er nach seinem Sturz ein leichtes Defizit im GPS Tracking besitzt. Übrigens heiße ich…“

„Hoahhhärrrr, Kartoffäl höhähäh was geh?!?“ und rotzt mir volle Schallote eine imposante Regenbogen Schmiere vor die Füße.

Es war so klar, immer nervend, immer ungelegen.

 

(Hier müsste ein Bild sein, für das ich zu faul war, also bildet euch gefälligst was ein)

 

whasuzigi: „Weißbrot Brudä, wihr müsse redn“

Oh Gott, dachte an die Schminkaktion, Igor und meinen wunden Arsch…

whasuzigi: „Übärschrif!?!“

Ich, dachte, langsam, kannst du dieses grammatikalische Kauderwerlsch entziffern, weit gefehlt.

Ich: „Übärschrif!?!“

Glaubt jetzt, dass ich ihn verstand freut sich wie ein Kindergeburtstag mit Handgranten Pinatas.

Er: „Ja, wo mein Name steh?“

Zeigt jetzt mit dem Finger in den Himmel

Ich: “Achso, du möchtest wissen, warum dein Name nicht in der Überschrift meiner Kolumne steht?“

Er wackelt jetzt so doll wie bei Wacken unterm Speed Metal Headbanging Kreis.

Ich: „Wo sollte dein Name denn stehen?“

whasuzigi: „Ja obän Kartofl, bin doch da Brudär oda woas?“

Wie mache ich es ihm klar, dass er kaum in der Überschrift stehen kann, wenn der Text noch gar nicht fertiggeschrieben ist, respektive noch gar nicht veröffentlicht. Könnte ihm dabei direkt auch etwas über HTML, Plug Ins, Templates, google crawling, unique Clicks oder Webdesign beibringen.

Ich: „Tschuldigung, ändere ich sofort“, mir war klar wie abstruss der Dialog war, aber heute war mir nicht nach Smoking eyes und weiteren Überraschungen.

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unterm Apfelbäumchen: Leserbriefe: die Monika

Ich las: “Hallo mein lieber Unbekannter schöner Mann..“

Dachte, fängt ja schon gut an.

Monika: “Sie kennen mich nicht, aber ich lese mit wachsender Begeisterung ihren Blog im Internet auf Kopfgrippe, besonders whasuzigi finde ich total lustisch, hihihi. Auf der Seite stehen auch 2 Hinweise auf eine Fotoseite und eine Interviewseite wo sie sogar schon Prominente interviewten?!?!, sind die auch von Ihnen?“

^Let me google this 4 you -> tiptiptip –> rater rater –> @Kopfgrippe, Sklavenhändler für B-Promis“ rater rater –> …“nope“…

Lass sie wenigstens hübsch sein…aber mal ehrlich. Der Name Monika war zu meiner Jugend der Renner. Als Smartphones mit Softshellhülle noch “Wählscheibentelefone mit Platzdeckchen“ hießen und es sie in tarnfarben grün oder braun gab. Ellesse Stirnband nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern auch in der Teestube. Verfolgungsjagd mit Messeratacke, weil ich ein Ellessestirnband nicht nur auf dem Tennisplatz, sondern auch in der Teestube (politisch unkorrekt -> türkischen Teestube) trug. Für alle die von hier wegkommen; ich sage nur Erftal; der Rest denkt sich Ghetto und du Vollidiot, Kopfgrippe.

Kli Kla Klawitter Bus, Ratz und Rübe. Das feuerrote Spielmobil. DannyplusSahne noch mit echter Sahne, Brauner Bär noch mit echtem Nougat Kern und Chicas noch mit echten Brüsten. Kassetten und Bleistifte. Zigarettenqualm auch während der Entbindung und Frauen, die nicht wie geklonte Glubschaugen Gummipupen aus ´ner Blisterverpackung aussahen. Tatoos waren asozial, schlechte Umgangsformen und gräusliche Grammatik auch.

Ne sorry jetzt, der Vorname Tic Tac Oma Monika klingt weniger nach ‚jung, willig, zu allem bereit‘, sondern mehr nach ‚gebraucht, verstaut und nie mehr abgeholt“.

Monika jetzt: “Ich bin übrigens fast 23 Jahre, 120,55,100 und war letztes Jahr in der russischen Ausgabe des Playboys ‚Playmate des Monats März‘, kann 4 Sprachen blasen, äh sprechen und liebe kleine süße Chiwarwars (kann nix dafür, stand so da)“.

Yessssssssssss!!!! Dachte an chinesische Bleistifte und sich wendende Blätter…

Monika:“Mein bester Freund ‚Igor‘, fand besonders die Passage mit Whasuzigi und der Schminke total süß und niedlich. Igor sagte wörtlich…… und……. hihi und……..und ich so……und Igor…….und ich zu Igor, IGOR!!!!“

…wendende imaginäre Blätter beschrieben mit unsichtbar defekter Tinte…

Las zu Ende und legte dann die Zeilen neben mir auf die Parkbank, als wäre es der Abschiedsbrief meiner großen Liebe, nur dass die niemals, wirklich niemals, nach einem Umschnalldildo fragte.

unterm Apfelbäumchen: die Leserbriefe

Wachte auf, kurz bevor ich den rosa Drachen erschlug und die bildhübsche brünette Prinzessin rettete, weil mir jemand am Ärmel nestelte. War keine Prinzessin. Gelb wie ein Zitronenfalter in der Brunftzeit, kurz bevor ihm jemand die Flügel mit Sekundenkleber versiegelte, stand er leicht genervt vor mir.

Er: Hat einen Stapel Briefe in der Hand und sucht den Briefkasten am imaginären Mülleimer. Ich, öffne meinen Mund und zeige hinein.

Er: Schaut mich jetzt so an, wie ’n Lemming vor’m Turmsprung.

“Postboten waren früher witziger“, resümierte ich stillschweigend, damals, als es noch kein CS-Gas für Hausbesitzer und ihre Rottweiler gab. Ungehobelt, leicht angeekelt und in Hetze, legt er den Stapel auf die Parkbank, so als ob er der kleine dicke Looser eines Real Life Found Footage Streifens wäre.

Nehme irritiert die Briefe, die alle an meine grüne Parkbank adressiert sind.

Dachte sofort an den Vollidioten, der sich letztens eine Gehirnerschütterung zuzog, als er am örtlichen Bahnhof voll Schmackes gegen den Stahlträger des Gleises “93Viertel“ sprang.

Glaube versetzt ja bekanntlich Berge…und Betonpfeiler, manchmal. In der  Tageszeitung tags darauf stand ein Artikel über: ‚Justieren Sie ihren inneren Kompass zum persönlichen Glück‘. Welch‘ böser Zufall, d(l)achte ich. Überlegte, ob ich dem Trottel einen Diercke Weltatlas in der Harry Potter Deluxe Edition schenken sollte, wenn er aus dem künstlichen Koma erwacht, oder Regenwürmer oder Babbel in der Ausführung Lemming – Deutsch, Deutsch – Lemming.

Rieche an den Briefen. “Mhhhmmm, riecht nach Briefen,cräzy“

Öffne den Ersten und erkenne sofort als ausgewiesener Graphologie Experte, mit dem Schwerpunkt “Typographie des femininen sans serif“, dass es eine weibliche Handschrift ist. Unterschrieben mit Monika.

Ich lese und werde puterrot. Schweiß perlt über meine Stirn, als ich an “Mashallah, die rote Paprika ist sehr mild“ meines arabischen Gemüseverkäufers dachte, bevor ich voll Schmackes reinbiss.

 

to be….

unterm Apfelbäumchen: vom Nichtstun

Kleine süße Schwalben fliegen  mit einem stoischen Kakophoniegeschisse, mitten auf meine Hose, vorbei. Nichtstun tut Gut. Scheiss auf Flecken, Tilly, Klitoralpircings oder Meister Proper, ich hab Urlaub auf meiner Parkbank. Sogar zu faul für Bilder zu malen tun, die sowieso nichts anderes zeigen, als mich auf einer Parkbank beim zu faul zu Bildermalen tun.

Man kann auch ohne Worte r…e..f….l….t!

Ruhe….

:“Höähhhöähöähh, wasuuuu pislik Kartofäl?“

Reingelegt, niemand da. Nur kleine Regenwürmer und auch die nicht. Nur das Azurblau des Nachmittaghimmels, die grüne rustikal vermordorte Parkbank und me, myself and I.

Ruhe…

Kraft tanken, Augen schließen, Schwalben zählen…..

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…einen hab‘ ich noch:

  • Was sagt ein Bauer, der seinen Traktor sucht?
    – 
    „Wo ist mein Traktor?“

unterm Apfelbäumchen: der Ökozombie, der Fleischfresser, der Schmerz

Die Bank gehört mir dachte ich, bevor sich graue CirrusTofuwolken mit LupinenStratus und TempehCumulus vermengten.

Sah am Himmel wie 230 Kalorien aus und das alles nur, weil seit ungefähr einer Stunde so’n veganer Ökozombie neben mir sitzt und 38mal pro Abbiß auf seinem Dinkelbrötchen rumkaut.

Schaue mir den veganen Kleiderhaken jetzt genauer an und komme zur Erkenntnis: meine Exen waren fetter. Also schlachten is‘ nich‘. Überlege, was ein gebrauchtes Bolzenschussgerät kostet. Gut, sie könnten auch umgezogen sein.

Sinniere….

Komisch, dass diese Ökozombies jedwede uniformierte trendige Klamotte ablehnen, jedoch in ihrer Garderobe untereinander, kaum voneinander unterscheidbar sind. Sich also bewusst vom Rest der Gesellschaft ausgrenzen wie jede andere Gruppierung die meint, ihre Einstellung wäre die absolute gottgegebene Offenbarung (Nichtraucher, Rockabillies, Antialkoholiker, Rocker, Anzugträger, Öko’s, Weltverbesserer, HipHoper, Religionsfanatiker…..).

Auffällig ist definitiv immer eine latente Aggression, die wahrscheinlich nur weggevögelt werden könnte, wobei…Vögel für Veganer…dumm gelaufen. Ist das jetzt schon zu provokant oder soll ich noch Tiernamen vergeben? Okay:

“MACH mir den Dinkelbürger, Mäusschen!“

Hoffentlich beschwert sich jetzt nicht der cVjK, der christliche Verein junger Kannibalen…(Mal sehen wie lange es dauert bis es klickt..)

Jeder besteht also darauf von Gott, der Genetik, Physik oder der Naturwissenschaft den Auftrag erhalten zu haben, seine schlauen Weisheiten entweder mit Sprache oder Kleidung auszudrücken. Dabei sind sie so engstirnig und unfrei, wie ein lobotomierter Hamster in einem Stacheldrahtrad. Ihr Kollektiv hat immer Recht. “Heil dir mein Führer“…sorry…aber so’n bisschen…..

“Hier, mein Name ist Gott und dies ist der Stempel ins Paradies“:

“3000 Dinkelbrötchen , 2122 Liter Sojamilch, 45.900  Bio Weizenkekse aus Freilandhaltung, nach oben“

Einem Rind zu tief in die Augen geschaut, “abwärts“

Ich mein, die Ökoterroristen fressen meinem Essen das Essen weg und wenn wir Kühe nicht schlachten, zerstören die mit ihrem ausgestoßenen Anal-Methan das komplette Ozonloch, also das Ozon, weil wenn die das Loch zerstören, dann ist es ja wieder ganz und kein Loch mehr..boah, der nervt, kriesch plak…das Gekaue von Zombie Gerrit geht mir so auf die Nüsse.

Überlege, ob Veganer Nüsse essen dürfen, denke dabei wieder an den cVjK (korrigierte Fassung: ob Veganer, Nüsse essen dürfen….) und ob sie sich der Tatsache bewusst sind, wenn sie welche essen oder halt Ihre, dass irgendwo auf der Welt gerade ein A- oder B-Hörnchen stirbt.

Alleine, verlassen und einsam.

Dabei fällt mir auf, wieso ich gleich 3 Synonyme für Einzelgänger in einen Satz baue und ob es überhaupt jemandem auffiel. Der dann sagen könnte, dass verlassen nicht einsam bedeutet. Und einen Satz bildet wie zum Beispiel. “Beim Gruppensex hat uns Zombie Gerrit vor einer Stunde eingesamt (Ja, ich weiß…) verlassen, weil er noch Veganer Nüsse kaufen wollte.“………so viele Bilder…..

Schaue jetzt zu Gerrit, der schaut auf seine Vintage Sandaletten in Polyesterfelloptik. Möchte ihn gerne Fragen, aus welchem Material die sind. Stein, Schere oder Papier?

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Es war bei mir schon immer so, Vegetarier, Frutarier, Veganer, Arier, gehen mir alle auf den Sack. Dabei bin ich überhaupt nicht der Fleischtyp, eher so der hellhäutige Normane wie  aus “Vera, ein ganz spezieller Fall“, wenn Vera keine britische sondern eine skandinavische Produktion wäre.

Wenn dann bin ich eher der glitschige Sushi Fisch Typ und wenn ich welchen kaufe, frage ich die Fallfachverkaufsmanagerin selbstverständlich, ob er auch fachgerecht zu Tode gestreichelt wurde. Empfinde diese Todesart jetzt als äußerst angenehm. Suche direkt mal im Telefonbuch nach S wie Seniorenpuff, finde jedoch nur einen Sushihändler. Denke jetzt an Körperhygiene, Sushirolle, Altenpflege und keinen Penisneid.

Zu meinen Füßen setzt sich nun ein kleiner Spatz und ich muss ein bisschen weinen, schaue auf die helle Stelle an meinem Ringfinger, doppel schluchz. Erinnerungen sind das Gift alter schöner Tage…

Hätte ich vorher gewusst, dass das Lasern von Hakenkreuzen solche Narben hinterlässt. War natürlich kein Hakenkreuz, sondern eine monochrome Swastika im Retro Bollywood Look.

Zombie Gerrit isst fein weiter und verdaut. Holt jetzt plötzlich eine Dose Red Bull aus seinem Northland Parker, der für Temperaturen ab -34 Grad hergestellt wurde, bei 28 Grad Außentemperatur. Bin eher der lösungsorientierte Typ, der Parker dient wahrscheinlich als Kühlbox.

Schaue fassungslos auf die Dose und denke: Verpackungsmüll, Coffein, Zucker und irgendwelche chemischen Zusätze wie Uran oder so.

“Entschuldigung“, sage ich jetzt zu Gerrit. “Ja, bitte“, erwidert er. “Sind sie Vegetarier?“, frage ich und er schaut jetzt als ob ihm jemand das Dinkel-Krönchen richtete. “Nein, ich bin Veganer“, sagt er jetzt mit einer Mischung aus Arroganz&Arroganz.

“Dann wundert es mich sehr“, sagte ich jetzt wie ein Harvard Jurisprudenz Dozent, “dass Sie“, hole tief Luft um die Dramatik zu steigern…

“RoteBullenausWegwerfDosentrinken!!“, zeige jetzt auf meinen roten Hoodie. “Wie bitte?“, antwortet Gerrit.

Wollte er eigentlich antworten, konnte er nicht, weil der kleine Spatz augenscheinlich seine dürren graupeligen Zehen mit Regenwürmern oder Pommes Mayo verwechselte und da mal flott dran motiviert reinhakte.

Die Reste des Dinkeldings flogen aus der linken, die Dose roter Bulle aus der rechten Hand und Gerrit stand auf. Also er wollte aufstehen, aber als er sich über des Spatzes Heißhunger erschrak, schob ich ein paar Geröllsteinchen mit meinem rechten Fuß zwischen seine Zehen. Wollte ich, aber hätte ich wohl kaum in der kurzen Zeit geschafft.

Zuerst misstraute ich dem Verkäufer des Fachgeschäftes für robuste Handwerksschuhe. “Glauben sie mir, dass ist der Hummer unter den Arbeitsschuhen“, sagte er mit leuchtenden Augen: “Der planiert alles auf Lot“.

Fiel mir wieder ein, bevor ich auf Gerrits beängstigend geschwollene Zehen starrte und seine Sandaletten aus Schere, Stein oder Papier.

Stand auf; neben mir eine Häufchen-Elend-Mischung aus schluchzendem oralen Körnerweitwurf, früher ‚Gerrit, der Veganer‘ genannt. Sagte aus Höflichkeit zum Abschied “Brunnen“, als sich kleine Gewitterwolken über dem Park ausbreiteten und sich die Blutspur unter meiner Schuhsohle mit dem Rinnsal seiner Tränen vermengte.

 

 

 

unterm Apfelbäumchen, der Feminist, der Axtmörder, die Schatulle

Summ Summ Summ…

Eine vollbepackte Honigbiene schwirrt an mir vorbei und trägt ihren Blütenstaub in Richtung Nest. Bin immer wieder bass erstaunt, wie zielgenau die über Milliarden von Kilometern ihre Stockwerke wieder finden.

Denke mir, dass es einige Homo Sapiens Sapiens Weibchen da schwerer haben. Im besten Fall parken sie in einem Boeing 767 Hanger, mit einem Smart nach 2 Stunden und 16mal Gegenlenken falschrum ein. Im schlechtesten Fall muss die Boeing 767 danach zur technischen Wartung.

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Is’n Witz, ich kenne viele Mädels die super gut einparken, is’n Witz.

Nein, Spass, aber ich möchte nicht wissen, wer das Klappmesser schon in der Tasche hatte. Ganz ruhig, ich will nur spielen.

Der Emanzipation & Alice Schwarzer, wobei man auch nicht genau weiß, wer da wen penetriert hatte, haben wir schließlich sehr viel zu verdanken.

Zum Beispiel:

Die Hosengröße Size Zero,

das Waxing,

die Schönheits OP’s,

das Dirndl, dass ein A Körbchen auf Doppel DD presst,

das Fremdgehverhältnis zwischen Chef und Sekretärin,

den 0,0001 VorstandsvorsitzendInnen den Firmenimperien,

der Lohngleichbehandlung von Weib und Kerl,

der Aufklärung, das Arschlochmänner keine Option sind,

den Medien, die gebrochene Rippen, zwecks Wespentaillenfetisch knorke finden.

Emanzipation ist einfach schön. Der Mann erzieht das Kind, kocht, putzt, häkelt und wäscht, während die Frau als Sekretärin arbeitet…

Falls jemand jetzt sagt “Halt, dass hört sich aber gar nicht nach Emanzipation an, sondern nach “Ich bin eine Frau und spiele mit meinen reizen und weiß genau, dass mir jeder Mann sabernd und hormonüberströmt folgt, wie dem Rattenfänger von Hameln“, kann ich nur sehr erschrocken und erzürnt sagen “stimmt“.

“Mit wem reden sie da junger Mann“, sagt jetzt eine ältere Dame, die neben mir auf der Parkbank sitzt und mich irritiert anschaut. Ich: “Äh,öhhh,mmmm…telefoniere mit meinem Handy, mit Bluetooth.

“Quatsch“ sagt die Dame jetzt abfällig. “Sie können gar nicht mit Bluetooth telefonieren, nicht in diesem Park.

Ich beruhige mich und kontere den Einwurf “Entschuldigen sie, aber ich denke, dass sie noch aus der Generation “Adolf an der Wand und Radio ohne Fernseher“ kommen, lächle siegessicher und wundere mich trotzdem dabei, wo sie den Begriff Bluetooth aufgeschnappt hat und denke dann, ist wohl wie mit Kindern, die quatschen ja auch alles nach, was in der Umgebung gesprochen wird. Hoffe die ist nicht irgendwo entlaufen.

Sie greift jetzt in ihre Tasche und holt ein Smartphone raus.

Sie: “Hier“

Ich:“Wow“

Sie:“HIER“, hält es jetzt in meine Richtung…

Ich: schwitze leicht und denke an den Axtmörder von Bad Salzuflen aus XY ungelöst… Okay, Bad Salzuflen ist jetzt für jemanden aus der Gerontologieabteilung mit Stock nicht gerade der Bäcker um die Ecke, aber, weiß man’s? Der Täter war angeblich 1,90, kurze Haare und ca. 32 Jahre mit südeuropäischem Akzent, schaue nun auf die grauhaarige, ca. 85 jährige Dame….Glück gehabt.

Sie: Greift jetzt an ihr..Smartphone öffnet es und holt daraus ein leicht ramponiertes ‚Werther’s Echte‘.

Als 2 Stunden und 12 Werther’s Echte später, 2 jüngere Männer die ältere Dame abholten, sie Beiden weiterhin klar machen wollte, dass man aus dem Park nicht telefonieren kann, weil hier kein Kabel liegt und überhaupt Bluetooth ein seltsamer Nachnahme sei, sie dabei auf mich zeigt, als ob ich der Axtmörder von Bad Salzuflen wäre, wurde mir kotzübel.

Die 12 Werther’s Echte legten sich so quer in meinen Magen, dass ich die Gefahr eines Süßkram Unheils witterte. Als sich nun die beiden jungen Männer verabschiedeten, dreht sich einer der Beiden nochmal um und sagte zu mir mit besorgter Miene:

“Sie hat ihnen doch kein Werther’s Echte angeboten, oder?

 

unterm Apfelbäumchen: das Schützenfest, die Schnürsenkel, der Pechvogel

Blitz und Donner ist zum Glück seit einer Stunde vorbei. Trotzdem fühlt sich mein body klamm, eher feucht an. Mir fällt auf, dass Zustände in bestimmten Situation sehr anregend, in anderen Situation aufregend oder einfach Scheisse sind.

Dazu rückblickend, fällt mir mein enormes Glück in vielen Lebenslagen ein. Zum Beispiel beherrschte ich die Fähigkeit aus dem Fenster zu steigen, während der Ehepartner unten auf mich wartet und an der Tür nur der Postbote klingelte und der Ehepartner auch nur unter dem Fenster auf mich wartete, weil niemand dem Postboten öffnete, weil jeder dachte es wäre der Ehemann und er gerade auf dem Weg zur Tür war um dem Postboten zu öffnen…yes!…schenkt mir 2000 Euro und ich gewinne an der Losbude einen chinesischen Bleistift oder 2000 bunte Zettel mit der Aufschrift ‚Niete‘.

Strahlt übrigens auch auf Andere aus. Also sollte man mich niemals in einen Swinger Club, das Blind Date, auf eine Flugreise, bei der Arbeit mit einer Kettensäge oder zu einer Losbude mitnehmen. Ich habe es sogar schon geschafft, kein Geflunker, elektronische Fahrradtachometer zu schrotten. 3 hintereinander, nur 2 gehörten mir.

Wenn man mich in die Ecke stellt und irgendwann wieder abholt, ist alles gut. Bei Ikea reicht das bunte Bälleparadies.

Die Sonne blinzelt jetzt telegen durch die Äste und spiegelt sich in Pfützen, als ich ein “rumtata“ höre und es wird mir wieder schlagartig klar, dass Ballermann 6 Time in meinem Städtchen ansteht. Freue mich jetzt so sehr wie ein Regenwurm, den man in 8 einzelne Makki-Sushirollen schnitt und anschließend mit Sekundenkleber wieder verkehrtherum zusammenklebte.

Rumtata, rumtata, rumtata. 10.000 Hilfssheriffs mit Plastikblume und Holzgewehr spielen Krieg im Bierzelt….magic…..Vorher wird noch mit besoffenem Kopp ein Holzvogel abgeschossen, den sogar ein blinder toter Stein treffen würde, jedoch die schießenden “ischschsch schn n mö möö  möschte Schsch sch schws c v. schüsten schüsenkööö schüssenkoooool schnköng wrdn“, auch Spiegelalkoholiker genannt,  nicht.

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Erinnert mich an die Völlerei der Könige, nur ohne heisse Bräute, Qualitätsbier, Qualitätsessen, Messer und Gabel, Teller, Tischdecke, Schloss, Drachen und natürlich Könige.

rumtata, rum rumtataaaaaa, rumtataa

Als man sich entschloss Snipergewehre nicht an Losbuden als Gewinne zu verticken, dachte man an mich, also bevor man meinen chinesischen Bleistiftfetisch kannte.

Bin im Headshoot Modi.

Neben meiner Parkbank nämlich, versammeln sich diese schwachsinnigen Vollpfosten mit Fackel und ziehen los und das sogar ohne Klu Klux Klan Maske. Nicht die kleinste Freude gönnt man mir, dabei fände ich so’n brennenden Fackel Flashmob überaus anziehend. Wir können auch gerne Hexen gegen Jogger tauschen.

rumtata, rumtata rumtataaaa zieht jetzt weiter und hinterlässt neben leeren Biergläsern, Fastfood Verpackungen nur noch einen heimeligen Geruch von saurem Pisseregen, den meine Apfelbäumchen jetzt ausdünsten und in den Abendhimmel tragen, während sich zwei der Dorfdeppen auf die Fresse legen.

Nasser Geröllweg, Gesicht -> schlechte Kombi.

Während sich Beide wundern, warum ihre Schnürsenkel zusammengebunden sind, hole ich meinen chinesischen Bleistift hervor und erhöhe meine Strichliste…ramtam tam ramtamtam.

 

 

 

unterm Apfelbäumchen: die Brüste, das Sixpack, die Langeweile

Schaue nach links, sehe nix. Schaue nach rechts, eine ultra hotte joggende Blondine mit Hotpants und beachtlichem Gewitter im Brustkorb läuft im Tölt Richtung Hauptstraße bleibt stehen, kann auch ein Baum sein der da steht. Irgendwie liegt so ’n heißer Fata Morgana Film auf dem Asphalt. Boah ist mir Langweilig…

Bohre mir jetzt aus Langeweile virtuell ein Loch in’s Knie. Schaue nach rechts, nix. Schaue nach links, ein schöner gewaxter Mann mit Dr. Dre Kopfhörern, Tanktop, Goldkette und beachtlichem Muskelbau joggt jetzt im Galopp Richtung Hauptstraße und bleibt stehen, kann auch ein Baum sein der da steht. Scheisse, war kein Baum.

Boah ist mir Langweilig.

Könnte mich jetzt aus Langeweile aus dem 112 Stock des Burj al arab in eine Grube mit Stahlspitzen die in Curare getaucht wurden stürzen. Frage mich wo jetzt der Sinn der Grube und dem Curare wäre. Wenn ich aus dem 112 Stock des Burj al arab stürze, liegt mein Hirn in den Arabischen Emiraten und meine Füße auf der Zugspitze. Mir ist so Langweilig, dass ich sogar das Adjektiv Langweilig groß schreibe, so Langweilig ist mir.

Übrigend wird Langweilig so getrennt, trennt zwar keiner mehr, weil T9 Trennungen nicht kennt, außer bei Bruder und Schwester. Also so -> lang|weil|lig. Für alle die kein Smartphone verwenden, welches so groß wie ein Hubschrauber ist, es sind keine 3 lll’s sondern zwischen l eins ist ein Trennungsstrich und dann kommt l zwei, bitte.

Schaue nach links, ein schöner Mann mit beachtlichem Muskelbau joggt im Galopp. Schaue nach rechts, eine ultra hotte Blondine mit beachtlichem Gewitter im Brustkorb läuft im Tölt.

……

…..

….

..

.

rums

.

..

….

…..

Am nächsten Tag las ich in der örtlichen Zeitung, wie gefährlich Brustimplantate sind, die auf künstliche Sixpacks bei 12 km/h treffen und dass die Haftpflicht die Kosten nicht übernimmt und das man dafür eine Autoversicherung abschließen müße und das für die defekten Teile die Abwrackprämie nicht ausgezahlt wird.

Scheisse, denke ich und schaue auf die Parkbank und die eine Hälfte des Brustimplantats, was beim Auffahrunfall bis auf meine Parkbank flutschte. Werfe es jetzt im hohen Bogen immer wieder von der linken Hand in die Rechte, wobei ein Gemisch aus Blut und Epidermis meine Stirn trifft und langsam sämig am linken Auge vorbei bis zum Mund fließt.

Mensch ist mir langweilig…

unterm Apfelbäumchen: das Grünflächenamt, der Hund, Frau Dings

Heute ein bisschen kühl, dachte ich, als sich meiner Bank eine Delegation Frackpinguine näherte. 4 Personen im Anzug, einer in Landschaftsgärtnermontur.

Als sie vor mir standen und so taten als wäre ich Luft, rief ich. „Klarer Fall“ und zeigte bedrohlich auf den Gärtner, „ER (hebte jetzt die Stimme), meine Herren, war der MÖRDER“.

Meine Herren, waren meine Herren im Stockimarsch-Modus, nur der Mörder grinste zu mir rüber und machte diese Handbewegung, wobei man sich mit dem Zeigefinger der rechten Hand den Kopf am Hals abschnitt.

Die gewichtigen Typen wollten irgendwas von der Bank. „Wollen Sie irgendwas von der Bank“, fragte ich. „Ist nämlich meine. Wennse was wollen, müssen sie zuerst mit mir reden.“ Schaute zum Halsabschneider und imitierte seine Handbewegung, worauf er schallend zu lachen begann, was die Pinguine irritierte.

„Auch wenn es sie nichts angeht“, sagte jetzt einer der städtischen Angestellten, „diese Bank stört das Gesamtgefüge des Parks und wird daraufhin entfernt“.

„Meine Bank?“, ich merkte wie meine Adern kochen und der Puls die Stratosphäre erreichte. „Sie wollen DIESE Bank auf der ICH sitze entfernen?“, schaute jetzt bedrohlich zu den Lackaffen, die sichtlich schwitzend um Verlegenheit kämpften. „Sie wissen was passieren kann, wenn man einfach fremde Bänke entführt“flüsterte ich jetzt leise in die Runde, als es anfing zu bellen.

„Na wer sagst denn, er teilt meine Meinung“, sagte ich und blickte auf den Hund, die Pinguine, den Hund, die Pinguine, den Hund. „Du kannst es Ihnen ruhig selber sagen, dass das ’ne scheiss Idee mit dem entfernen unserer Parkbank ist“. Der Hund blickte mich geisteskrank an und bellte aus voller Kehle. „Sehen sie, jetzt haben sie ihn wütend gemacht“.

Das Quartett schaute sich so erschrocken an, als hätten sie in Harlem nach Negerküssen gefragt und stapften als Quintett (+Mörder) im Stechschritt davon. Der Gärtner drehte sich nochmal um und es wirkte, als ob er sich vor Lachen fast einnässen würde…das ist nicht lustig fällt mir wieder ein.

Frau Dings schaute mich strafend an. „Bravo, jetzt haben sie Ihn zum Komplizen gemacht. Schlechtes Gewissen?“

Ich: „Ja, verzichte freiwillig auf die Hundekuchenration der Woche und fresse einen Monat kein herumliegendes Zeitungspapier“. Machte jetzt den Winnetou Schwur und zeigte mit der anderen Hand gekreuzte Finger. „Sie hätten in der Vergangenheit nicht so viel Zeitungspapier essen sollen“, sagte Frau Dings und verschwand.

Ruhe, ich atmete tief ein und hatte diesen untrüglichen Verdacht, dass die Pinguine eher ihren Ruhestand auf Grönland erlebten, als sich noch einmal in die Nähe meiner Parkbank zu verlaufen und wenn, ist das Arbeitstempo eines städtischen Angestellten ähnlich dem einer Nacktschneke in der Tiefschlafphase…

unterm Apfelbäumchen: die Matratze, die Regenwürmer, der Japaner

Toll, wenn man einen Regenschirm besitzt, während es wie aus Eimern aus dem Himmel regnet, also toll für die Anderen.

Die großen Tropfen klatschen auf die Parkbang (Insider, bitte alle Folgen ‚unterm Apfelbäumchen‘ in chronologischer Reihenfolge lesen) und den Geröllweg, bilden dabei kleine Pfützen, über unter und auf mir.

Überlege, wie ich mir die durchtränkte Trikotage schön rede und denke an meine Kindheit und den ersten Kurs ‚Was ist Was: Präzise Organtrennung für den jungen Forscher‘.

Warum Regenwürmer wenn man sie spaltet, in 2 unterschiedliche Richtungen weiterlaufen ist ein Wunder der Natur, gestern und heute. Glaube, dass ich dies jetzt gern täte, nur ohne Regenwürmer, wobei ich mir auf beiden Seiten einen Abgrund wünschte. Daher kommt wohl der Ausdruck ‚gespaltene Persönlichkeit‘. Meine Final Destination Probanden haben Glück, weder Axt noch Abgründe greifbar. Höre ein schmatzendes Geräusch und schaue auf meine Sohle “halbe Familie Regenwurm ausgelöscht“. Fühle mich unbefriedigter als zuvor.

Denke darüber nach, was man nicht alles noch so spalten kann: das Tinder Date, den Baobab (zum protzen habe ich bei Wikipedia nach Baumrassen gesucht), das andere Tinder Date, Atome.

“Atome“, meine Augen leuchten, während ich hinter mir ein lautes röhren höre und sich am Himmel ein Atompilz ausbreitet. Sah im Fernseher immer mehr nach FullHd Effekt aus, dachte ich noch, so’ne atompilzige atomexplosionale Atomexplosion, bevor ich mir den Regenschmirfilm von der 8 Dioptrien Linse wischte. Ganz ehrlich, Flugzeug mit Werbebanner ist jetzt auch nicht soooo…ungeil…

Auf dem Banner steht… “WhasuZiggi liebt dich“ oder “Die Matratzenrevolution ‚Eva‘. 100 Tage testen und Geld zurück Garantie“. Ich entscheide mich gegen Adam. Erinnere mich an die Eva aus meiner Grundschulklasse und bin mir sicher, dass sie keine Matratze war, das kam später.

“100 Tage testen“ sinniere ich, der Matratzenmafia gehen die Kunden wohl flöten oder ist  es schon die sinkende Federkern Titanic? Zumindest scheinen Matratzen nicht mehr Deutschlands liebstes Kind zu sein, dabei lässt sich auf einem Smartphone äußerst schlecht schlafen, außer man hat Siri eingeschaltet und fragt nach dem nächsten Matratzengeschäft, weil man zulange den Homebutton drückte. Wenn man Glück hat ist im gleichen Haus auch noch ein Chiropraktiker.

Ob das Angebot der 100 Tage auch für Hugh Hefner gilt?, denke ich, bevor mir einfällt, dass der ja jetzt fast in Jopi Heesters Alter ist und eher den Tag damit verbringt, Zahlen in der richtigen Reihenfolge auf eine Kreisscheibe zu zeichnen.

Das Bannerflugzeug brummt von dannen und der Gedanke an Matratzen auch. Der Regen verstummte und wurde nur noch durch das leise plätschern von den Bäume vernommen, die nun die letzten Regentropfen gen Boden sandten.

Ein japanischer Touri kommt plötzlich auf mich zu und zeigt mir eine Stadtkarte. Augenscheinlich sucht er eine Sehenswürdigkeit. Woher ich das weiß? Schon mal einen Japaner ohne 30 Kameras um den Hals gesehen, der nur nach dem Weg ins örtliche Kino wollte??, ebent…

Der Japaner sagt “Entschuldigen sie, ich komme aus München und habe für ein halbes Jahr eine Gastprofessur an der hiesigen Universität, bevor ich wieder nach Peking fliege. Wären sie so freundlich und zeigten mir den Weg?“

Der Regen wurde stärker…