der DSDS Schriftsteller (Teil 2) – Klar Text und Hass Kappe

So weiter geht’s. Wo sind wir gestern stehen geblieben?

„Ja, der Herr da mit der Apnoe Maske und den Rasiermesser Handschuhen. Wie bitte? Ich versteh‘ nicht? Ich komm mal hoch, nein, kommen Sie mal auf die Bühne“ (tosender Applaus des Publikums) Sie sind? NEIN, lassen Sie mich raten: „misanthropische Fresse, verschmutzter Ringelpulli und Farmer Willy Gedächtnishut?“ Sie können… ( Raunen und leichte Verunsicherung). Einer schreit „Freddy“ ein anderer „Quinn“. Sie müssen… (angespannte Stille, so als ob die Schwiegermutter gerade von ihrer Hüft OP berichtet).

„Nein, sie sind, ein Schriftsteller.“ (Der Mob stürmt die Bühne und verspeist ihn bei lebendigem Leib, kurz bevor der „Talent“ atmen konnte)“

Kein Parfüm der Welt hätte ihn retten können, denn, Schriftsteller, Autoren, Schreiberlinge, Satzbautäter, Wortschubser, Kolumnisten, Pazifisten, Hedonisten, Faschisten oder Sadisten sind in dieser Gesellschaft nur auf Rezept verpflichtend und auch deren genetischer Homie Code. Überbringer sind in Personalunion nicht schuldbefreit, außer sie schreiben wirkliche Scheiße.

Und da sind wir wieder bei meinem gestrigen Thema. Okay, Okay, hat der Papa mal ein bisschen weit ausgeholt, aber das dürfte zumindest den Frauen unter uns bekannt vorkommen. Die Wissen ja häufig auch nicht, wenn sie mit Zellulite Creme enden, dass sie eigentlich nur über ihre ungeölte Fahrradkette sprachen.

Und das allerschlimmste, also aller aller Schlimmste, ich weiß ich verliere mich gerne in dem Superlativ des Superlativs, des Superlativs aber wirklich das aller aller aller Schlimmste ist, wenn die einzige Message ihrer Literatür ist, es anderen recht zu machen.

Und dann lese ich, „was meinen Lesern wohl gefällt, was sich meine Leser von mir wünschen, wie ich meine Leser befriedigen kann?“

Und ich denke, bin ich jetzt in einem Zirkel der Künstler oder beim Ausländeramt für den 3 Jahres Stempel?

Was andere wollen, was ich schreiben soll, damit es anderen gefällt?

Mir ist doch scheißegal ob es anderen gefällt!! Ich schreibe doch nicht damit andere ihre Fahrstuhlmusik mit meinen Texten ersetzen können. Ich SCHREIBE, weil ich etwas zu sagen habe und im allerbesten Fall, treffe ich auf Gleichgesinnte, die mir gerne zuhören, die sich mit mir teilen. Denen meine orthografische Klangfarbe gefällt und die im allerbesten Fall auch noch Kohle dafür latzen.

Natürlich sind wir Künstler eitel, wir sind pervers eitel, aber wir sollten keine Prostituierte oder Stricher werden. Wir sollten uns in der Reminiszenz nicht irgendwann für unser Wort-Arschgeweih schämen, lieber fremdschämen, besser erfolgreich beschämt sein.

Und immer dieser Coitus Interruptus Pluralis Majestatis, diese Selbstgefälligkeit der Arroganz.

„was mein Leser (Fanboy) sich wünscht“

Ich sag euch Freunde der Nacht was DER sich wünscht! Ganz sicher keinen Schwachkopf, der sich unterentwickelt und nur Kohle verdienen will, die er eh nie verdienen wird, nur so am Rande. Der möchte Authentizität, Spannung, Spaß, Spiel – 4 Dinge in einem.

Der möchte mit euren Worten bewegt, gefesselt, geknebelt und ausgepeitscht werden. Er möchte spüren, dass hinter eurer großkotzigen Attitüde ein Mensch lebt und keine Robotik. Das ihr nicht in eurem selbstgefälligen Boheme auf andere schaut, nur weil sie in einigen Pizzahälften schwächer sind als ihr.

Eure Leser wollen ernstgenommen werden und euch dabei im besten Fall nicht so ernst nehmen, aber ehrlich scheiß druf…

Da produzieren einige ne Handvoll Bücher, verlegen die selbst und finden Sie nie wieder – Tante Jutta und Onkel Heinz kaufen die dann aus Mitleid und ihr denkt ihr wärt der neue Brecht, Kafka, Miller, Schätzing, Tucholsky oder Stramm? Ne sorry, kannste knicken, da bleibt alles vor Moppel ich und Nightmare on Selfstreet.

Ihr bleibt Niemand, ihr werdet Niemand, ihr seid Niemand, in der Welt der Schriftsteller, aber ihr habt ein feistes Hobby und das ist besser als Jacken abziehen, Discofox, Systemisches Klagen oder Klugscheißen. Bleibt dabei und am Ball nehmt euch aber bitte, bitte, nicht mehr so wichtig und ganz wichtig:

Kauft euch jemanden für eure Coverbilder, im Zweifel mich http://www.photoesk.de, die sehen teilweise aus, als ob ein 2jähriger debiler blinder degenerierter Menschenaffe der unter Koks steht, irgendwas mit bunten Farben spielt und dabei in einem dunklen Raum gegen ein ungestimmtes Klavier tritt.

 

geehrt

Kopfgrippe

4 Gedanken zu “der DSDS Schriftsteller (Teil 2) – Klar Text und Hass Kappe

  1. Eins, zwei, Freddy kommt vorbei, drei, vier, verriegel deine Tür, fünf, sechs, jetzt holt er die Hex, sieben, acht, schlaf nicht ein bei Nacht, neun, zehn, wir woll’n nicht schlafen gehn!

    Haneke und Trier…

    Grüße, such Dir aus welche

    Liken

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