Als du gingst und ich bei dir blieb (Lyrik/Prosa)

Es was so dieser Abend, dieser langweilige Abend an einem Vorsommertag, Dienstag,Mittwoch,Donnerstag,Montag oder Freitag bis “Schluss“

und ich sagte “Nein“ und du sagtest wieder “Nein“ und ich weinte auf meine Seele und du weintest schmierig unter meine glatten Schuhe aufs Parkett der ersten Liebesbriefe.

“Ich geh, endgültig“ und ich fragte hochbegabt “Entgültig?“ und du sagtest “Ja“ und ich sagte “Nein, da bist du doch schon?“ und du sagtest “Wo?“ und ich machte diese plumpe Handbewegung mit dem Loch und dem gekrümmten Zeigefinger, mit Anstand.

Du sagtest “Nein“ ich sagte “Nein“ du sagtest “stimmt…“. Ich sagte “Autsch“ du sagtest “gib mir bitte meine Adresse wieder“ und ich sagte “Du wohntest doch nie woanders“

Bevor du das Wort “Freundschaft“ sagen konntest sagte ich “Ich liebe Dich“ und du sagtest “Freundschaft?“ und im Spiegel sah ich deine gekreuzten Finger, es könnte aber auch ein Herz sein, für deinen zukünftigen Zeigefinger deines Loches.

Und ich sagte “Tschüß“ nicht, ich sagte “Mein Name ist Gilbert“ und du sagtest “Dein Name ist Gilbert“ und noch nicht mal dein Name bleibt dort wo du nie wohntest.

Zum Abschied sagtest du “hier Geld“ und ich sagte “Danke, ohne Zucker“. Und wir wußten, dass uns diese Zeit ewig gestohlen blieb, da sich Liebe nicht auf Nichtliebe reimt.

geehrt

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