Trolle im Internet, eine Pandemie der Verrückten

Im Laufe eines 46jährigen Lebens, begegnet man als Journalist, Politiker und Erdenbürger vielen Facetten der menschlichen Störung.

Hauptmerkmale:

In der Politik der unbedingte Wille zum Fleischtopf, der Macht. Als Journalist, gekauften Journalisten und populistischer demagogischer Meinungsmache.

Seit es jedoch das Internet gibt, kommt eine destruktivere trivialere Form der Störung aus dem Schatten Mordors.

Der neiderfüllt hassende Außenseiter, der Troll.

Zumeist Menschen die in ihrem Echtzeitleben bedeutungslos und abgewertet durch den Kakao gezogen werden. Mit hängendem Gehänge und Kopf, sind sie die breiige unscheinbar unwichtige Masse der Gesellschaft, die entweder zum Amokläufer mutiert, World of Warcraft Gamer oder Achselhöhlenschnüffler.

Es ist noch nicht mal so, dass man sie nicht mag, sie sind im Reallife unsichtbar, völlig belanglos und werden nur als Produkt von einem Produkt wahrgenommen.

Invalid in einer validen auf Leistung getrimmten Gesellschaft und durch diese angestaute Wut, werden sie im Internetz zum Attentäter, zum Hetzer, zum Randalierer; nicht weil sie etwas zu sagen hätten, sondern weil sie sonst keine Zusagen erhielten, weil sie sich nur so spüren können, durch Abwertung ihres Gegenübers. Nur durch Hass und Abgrenzung der ihnen nur so zuteil wird.

„Wenn ich schon unsichtbar bin, dann sollte es wenigstens Hass gegen mich geben“

Eine komplett krude, pathologische Sichtweise, die dringendst therapeutischer Hilfe bedürfte, wenn sich auch nur einer finden täte, der sich dafür interessieren würde.

Und so bleibt den Trollen und Maulhuren nur der Konjunktiv und die Gewissheit, dass sie im Klarleben niemand beachtet und im Internet jeder hasst.

Wer in dieser nach unten verlaufenden masochistischen Spirale erstmal „aufgestiegen“ ist, wird sie nur noch suizidal los. Aber auch dies wäre für niemanden ein Verlust. Weil sowohl die Wertegemeinschaft im Leben als auch im Internet keine Interesse am Tod eines Handlungsreisenden hat, der niemals ankam wo er niemals war und nur einmal in seinem Leben Eltern gebraucht hätte die ihm sagen:

Mein Kind, ich liebe dich aus der Tiefe meines Herzens“

und nicht

„Du Versager, du Trottel, du Betrüger, du Lügner, du Angeber, du faules Schwein, du Schande der Familie“

Einen Paradigmenwechsel wird es nicht geben und auch kein überschreiten des Rubikon und auch keinen Phoenix aus der Asche.

Sie bleiben die unsichtbare Presspappe unter dem Fundament eines werten Lebens und entwerten sich mit jedem Schrei nach Aufmerksamkeit und Liebe mehr.

Keine Zukunft, kein Glück, keine Liebe, kein Anstand, keine Rücksichtnahme, keine Akzeptanz, kein Mitgefühl sondern nur rostiger alter Hass, der ungelöst wie eine Kreidespur auf einer Tafel, die Nerven einer liebenden Gesellschaft anschreit und sich gleichzeitig mit der Gabel in die Augen sticht.

Der Troll, ein unsichtbarer Clown, ungeliebt und verscharrt am Rande einer namenlosen Straße und dann endlich geschätzt, weil die mangelnde Verbalhygiene endlich ein Ende fand, ganz unten.

Puh, aufatmen, wie hieß er noch gleich?

 

geehrt

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