Sadisten der Dummheit, der Schlaue und der Gutmenschzombie

Die wenigen Grundgesetze des Lebens werden schon seit Jahrtausenden in den selben obelisken Stein gemeißelt:

  1. Schlauheit ist Genetik
  2. Schlauheit ist Trainierbar
  3. Schlauheit ist Schmerzhaft

und im Umkehrschluss dieser “Lebensparabel“:

  1. Dummheit ist Genetik
  2. Dummheit ist Trainierbar
  3. Dummheit ist nicht schmerzhaft

außer für den Schlauen. Der Umgang mit fehlender Bildung ist in einer Gesellschaft ohne Selbige eine sich selbst kannibalisierende Luftschlange.

Wo der Schlaue unter fehlender Herausforderung oder Aladins Geist des Unterschichtendenkens leidet, gibt sich der Rosettenbleacher telegen mit blendenweißer Keramikfresse und dem noblen Anhang eines feinen geistigen billingualen Kettenbriefes.

“Und je mehr du ausgibst, umso dööfer wirst du“

Dabei könnte der Dumme soviel vom Schlauen lernen; zum Beispiel, dass Klugheit schmerzhaft ist und in jedem Sadisten auch eine Spur Masochist steckt. Sowie in jedem Versprechen auch eine Spur von Nüssen steckt, auch wenn Frau darauf allergisch reagiert.

Und der Schlaue kann vom Dummen lernen, dass nicht jedes gesprochene Wort auch im Duden steht oder Sinn ergeben muß. Das Liebe als Anagramm auch ‚Beil‘ heißt und Treue, ‚Euter‘ und Ehrlichkeit, ‚Kirche heilt‘ und Betrug, ‚Erbgut‘.

Wo wir wieder bei der Ausgangsthese wären, dass alles Dumme seine Quelle hat. Die Wurzel allen Übels,  den inzestuösen Vater, den schlagfertigen Bruder, die bipolare Sister, der kaputte Wäschetrockner, das fehlende De im fehlenden mut.

Jetzt könnten Beide, der Antago- und Protagonist, jedem selbst überlassend wer wer ist in Frieden leben, gäbe es nicht noch einen dritten Sheriff in te House:

  1. Gutmensch ist keine Genetik
  2. Gutmensch ist Trainierbar
  3. Gutmensch ist völlig schmerzbefreit

Während sich die beiden Diven also die Köpfe über die Vorherrschaft am Feuer einschlagen, kommt mit dicken Eierstöcken der Gutmensch ums Eck, rotzt erst mal selbstgefällig auf die eigenen Chucks und erklärt die Sachlage, da er schon immer alles und besser und schöner wußte und Obacht: “verbietet jetzt jeden anderen Gedankengang, ob es sich um Adolf, Hansi oder Bleacharschmarie dreht“.

Er, der Gutmensch, ist die Krönung der Schöpfung, die Übersteigerung des Sonnenkönigs, der an der Wursttheke 100 Gramm für 50 Gramm erhält. Die Ausgeburt des Scheinriesen in einem Scheinriesen in einem Scheinriesen und wischt mit einem Colliergriff, jedweden demokratisch legitimierten Gedankengang aus seiner insolventen Agenda.

Da sitzen nun der Doofe und der Schlaue am Feuer, rauchen sich eins mit feinem Rastaganja und merken, dass sie doch gar nich‘ so unähnlich sind und nur ihr Umkehrschluss wie Liebe/Hass – Nähe/Distanz – Psychose/Neurose – Impulsivität/Instabilität oder der Fußballverein sie trennen, wobei der Gockel aus der Gutmensch Muppets Show degeneriert grinsend einen Furz nach dem anderen in seinen imaginären selbstgewählten Käfig abläßt.

Am nächsten Morgen wachen Dummheidi und Schlaufritzchen in Löffelchenstellung auf und hinter ihnen ächzt an einer viel zu kurzen Schlinge (handgeschöpfter Hanf) eines sechsfach bemitleidenswertenden Astes eine unscheinbare Statur.

Und Schneeweißchen und Rosenrot schauen sich verdutzt an, zeigen nun kopfschüttelnd mit dem Finger fragend auf den Anderen und sagen die bedeutsamsten Worte, die man nach so  einem intellektuellen Kater sagen can:

gut, Mensch!

 

geehrt

Kopfgrippe

 

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