Krieg der Welten

Seine Name war Mohamed, der Gepriesene. Er war ein fröhliches Kind, spielte mit seinen Brüdern gerne mit abgefahrenen Autoreifen oder selbstgebasteltem Spielzeug. Wasser war immer knapp und weit entfernt, er holte es gerne. Seine Eltern waren so stolz, wie jeder nur auf sein Kind sein kann.

Gerade sitzt er mit Fahroud und Mahoud auf der staubigen namenlosen Straße am Rande des Dorfes, als es zwischen der Sonne und den Wolken blitzt. Ein weißer Dampf regnet sich langsam auf sie ab und entzündet sich sobald er die Luft berührt. Mohameds Körper fängt bei 1300 Grad Celsius an zu schmelzen. Während er um sein Leben schreit, löst sich seine Haut von seinen Knochen. Das glucksende Geräusch seines letzten Atemhauchs trägt den Fabrikationsnamen der israelischen Miliz und einer deutschen Rüstungsfirma die gerade zusammen mit ihren Angestellten die 0 Punkte des deutschen Volkes ertragen.

Frau Schmidt aus der Buchhaltung gluckst ein wenig und kleine Tränen tropfen auf den eitlen sauberen Polyesterboden. An der Wand hängt eine Zertifizierung  deutscher Behörden und eine Urkunde des Bundespräsidenten. Beide bezeichnen die neuentwickelte lokal einsetzbare (Taschenbombe) Phosphorbombe aus dieser perfekten Mischung aus Kautschuk und Kolletaralschaden als revolutionär.

Frau Schmidt ist immer noch sehr bewegt und Herr Müller aus dem Vorstand kneift ihr aus Verlegenheit dezent in ihren Hintern als Mohamed erwacht.

Das perfekte Gemisch aus Phosphor und Kautschuk hatte einen Kollateralschaden im Kollateralschaden; er lebte was man so leben nennen kann. Er lag verschränkt wie eine Figur aus einem Horrorfilm neben der Straße und nur noch im Gesicht war etwas wie Haut zu verifizieren. Schmerz spürte er nicht mehr, darüber war Mohamed hinaus und sehen konnte er auch nicht mehr, er atmete diesen bedeutungslosen hochtoxischen Phosphordampf ein.

Hätte er sehen können, würde er Fahroud und Mahoud als kleine Klumpen fast neben seinem erkennen. Sie sahen aus wie abgebrannte Autoreifen, mit denen ein USA Soldat spielen möchte oder ein Kind der Upperclass.

Als Frau Schmidt sich dann sichtlich betrunken über dem Käseigel verlustiert stirbt Mohamed am Rande des namenlosen Dorfes im Gaza Streifen und in der Ferne hört man ein israelisches Baby schreien und Frau Schmidt kotzen.

Die Mischung aus Hugo und Käseigel war zuviel für ihren sensiblen Magen und sie verpasst, wie sich der deutsche Beitrag auf der After Hour fremdschämend selbst feiert (“Jo,Digga,Jo“).

Israel wird übrigens einen Platz in den Top Ten feiern und hat doppelten Grund zur Freude während Mohameds Eltern ihren Sohn nicht vermissen, weil lokal auch mal global sein könnte, wie bei den Null Punkten gegen Deutschland.

Schwund ist immer!

 

 

geehrt

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