Deutscher Schlager oder ich kotz Staudensellerie

Musik ist schön, Musik ist toll und sie ist ihn ihrer postmodernen Hegelschen Dialektik grundsätzlich keine “100% echten Gefühle, fühle, fühle fühle…“ more. Fusion Jazz, Triphop, Acid, Industrial Electro, Singer Songwriter werden jedoch nicht gekauft, egal ob Gerontologieschnappatmung, Coming of Age oder FDP Fraktionsvositzender.

Im bunten Ketten-Karussell des Sprachgefühls, reimt sich alles in den [Oberen zehn 1000] entweder auf 2/4-, 4/4 Takt, YouTube Stars, Gangsta HiPHop oder Wreckingball.

Der Inhalt ist ein kruder Mix aus „Der Arzt, dem die Frauen vertrauen, Pilcher und Mädchenreport cut“. Dieses Reimemonster nährt sich dabei grundsätzlich durch Liebe, Fliege, Lüge, Betrüge, Tanze, Schanze, Schön, Verwöhn oder Betrug, Schlug.

Kafka, Goethe, Rilke, sogar John Sinclair würden sich im Grabe umdrehen, wenn ihre nekrophilesken Zuckerglasknochen nicht schon längst das Erdreich sublimiert hätten. Hier will ich bleiben und sein können Tun.

Und ich schreie vom Balkon, „DIE, habe ich nicht bestellt“ und die gröllend‘ geifernde Menge der geistig temporär Beschränkten rufen zurück „Oho…..Oho“. Und in diesem Augenblick ist mir wieder unwiederbringlich klar, dass weder eine Armlängeabstand noch blühende Landschaften die Illuminati Musikindustrie durchs allsehende Auge aufhält. Der Wellenmob schwappt schon längst nicht mehr als Rinnsal übers Watt, sondern ist schon längst gefangen zwischen Schlager, Heimat- undoder Volksfontanelalala.

Ob Parkplatzwächter oder Aufsichtsrats Vize, ob deutsche Handball- oder Fußball Nationalmannschaft, ob Pisa- oder Mensa Opfer, es ist so viel für alle dabei.

Als angeblich Diogenes am hellichten Tag mit Lampe durch Athen schritt und man ihn fragte, was er suchte? Und er antwortete: „Einen Mensch“, wird es sich substanziell ähnlich angefühlt haben. Ähnlich wenn ich sehe, wie eine gröhlend an Schwachsinnigkeit erkrankte Schaumstoffmasse, unlustig wie 100 Meter Mischgewebe ungelenk auf den Satzbau „Gefühle….fühle fühle“ tanzt und ich mich wieder in mein Jazz Einhornschneckenhaus zurückziehen möchte, mit grünem Popkorn und ’nem Plugin in iAhhs Retina.

Dort wo Diogenes zu Alexander dem Großen nur einen Wunsch äußert, „geh mir aus der Sonne“ und dann weder Schariapolizei noch GSG9 einmarschiert. Dort wo BDSM & Sektspiele in den Sonnenuntergang reiten und sich Rosenmontagszug auf Sprengstoffanschlag reimt.

Dort wo Mutter Natur die nicht hellste Blitzbirne durchbrennen läßt und sich Schlager wieder unter FSK 87 subsumiert. Dort wo Klugheit und philosophisch musikalischer Geist erneut durch Kissin, Lamontagne, Balbina, Lamb, Björk oder Herr von Grau entführt wird und tanzbare Highlights wieder handcrafted werden.

Ich fürchte jedoch mir geht’s wie Kebekus. Atemlos hat so sehr mein limbisches System durchweicht, dass der Keks nur noch für die eigene Zirbeldrüsromantik reicht und ich den Bekloppten nur noch dabei zusehe, wie sie durchs verblödet‘ degenerierte Leben schaukeln.

geehrt

Kopfgrippe

 

 

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