Komm nich auf Scherben zum stehn

Du schreist alles, aus, dir raus, du fällst tief, tiefer aus dir selbst und läufst fliegend gegen Wände, Stahlbeton, hohl, karg, krachend stürzt du ab, runter, tiefer, tiefer….

Und du fragst dich: “Wieso Pocahontas Arschlochkind?“

Und du sagst wie immer nur nichts...Wind…Stille…

Und während du Sicherheitsnadeln schluckst, wie ein Deepthroat mit einem Baseballschläger im Ohr, weinst du frustrierte Glasperlenspiele, die sich auf glatten Wänden verteilen, teilend teilen, fallen ins Nichts…runter…tiefer

Und die Sonne geht unter geht auf geht unter steht, steht Stillstand still. Hey singt jetzt Bourani und er schaut sich um und sieht sich selbst im selbst im selbst der platten Mattscheiben…

Und du fällst tiefer, gestern, schneller, vorgestern, vor 20 Jahren, die Äste reißen dir dein Rückenmark in hundert Fissuren und Haut löst sich, blutend schlägt dein Kopf gegen ein “Ich liebe Dich“ und der Cut zieht sich blutüberströmt bis zur Brust, knacksend, ein Adjektiv.

Wind, Strom, Schlag, ein Emoticons in den Magen, ein Malstrom an Gefälligkeiten lols..

Licht aus…dunkle Zeiten…oben wie unten wie oben

Du hörst zerberstende Flirtversuche, kriegstreibende Lügen, angsteinflößende Konjunktive..schneller…tiefer…schwärzer

Zischend: “Du warst schon immer scheisse häßlich“ oder “Du bist die Liebe meines Lebens“, alles hört sich gleich an. Fallend verschluckt der Tunnel nach unten deine Adverben, werbend. Du willst, kannst nicht mehr auf  “Gut, dann sehen wir uns halt erst wieder in 4 Wochen, aber du bist trotzdem derdiedas Beste“.

Schlag, Fuß, Sehenbandabriss, Fall, Schmerz…

Kopfkino der Belanglosigkeiten, gestern Autowaschen, morgen Vergewaltigung, übermorgen der Schlag mit dieser Faust in dein Gesicht, Gelächter des Partners, Gelächter des Vaters, Gelächter des Spiegelbildes.

Fall…

Du wartest sehnsüchtig auf den Aufschlag, du bist bereit, dein Festtisch ist gedeckt: es gibt Schmerzlosigkeit und ein helles Licht.

Du schließt die Augen und gleitest im Malstrom des Lebens hinab und schlägst auf.

Dumpf, langweilig, zerbrichst du in alle Richtungen, zerfällst, flutest die Dunkelheit mit dir mit mir. Alles erlischt, alles verteilt sich zerteilt. Es ist Zeit zu gehn, längst Zeit dir selbst zu begegn, dir selbst zu begegnen.

Die letzten Kraniche fliegen aus deinem Mund und sammeln sich über dem Horizont deines Artikels. Die Imagination von dir, verteilt in allem, zerteilt.

Schluss…Licht…Gang…Zeit zu gehn…ZeitScherben nicht mehr zu schlucken, Zeitscherben nicht mehr zu zertreten. Zeit, Scherben einfach vom Rand der Gewohnheit zu kicken.

Zeit zum Schaukeln…Zeit zum Sterben…Zeit einfach nur auf alles zu scheissen…Zeit mühsam sich zu sammeln, diesen Weg hochzuklettern, über Jahre, über Jahrzehnte, Zeit sich dann in die Sonne zu legen und zum ersten Mal seit Jahren wieder zu atmen, Ein.

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