Gute Nacht Freunde, es ist Zeit für mich zu geh’n

Mal wieder sind die Tage von Familien, Festen, Feierlichkeiten vorbei und wir schauen behäbig zurück und denken.

Denken ist sowieso der größte Bullshit seit der Erfindung der Menopause. Denken bedeutet sich zu häufig über nicht veränderbare Zustände einen Kopp machen. Denken bedeutet alte Dinge in einen Jungbrunnen zu tunken und dabei zu hoffen, dass die Geschichte umgeschrieben wird. Denken ist sich zu fragen warum, wieso, weshalb, wieso gerade ich?

Und wir denken denkend über die Dinge die ohne unsere Gedanken friedvoll schliefen, wären sie nicht unverdenkt. Es ist die Säure des Alltags, der verklärte Gedanke. Anstatt im Hier und Jetzt der noch jungfräulichen Zukunft zu folgen, gehen wir durch erlebten Morast, störrisch, blind.

Tausend Schilder die rufen “Hier, Neu!!“ und dieser eine Weg, der so dunkel und ausweglos erscheint, weil wir ihn schon tausendmal durchschritten, durchlaufen, durchkrochen, durchflogen haben zieht uns so magisch an wie das letzte “Ich liebe Dich“ vor dem “Schluss“.

“Hier, Neu!“ vs. “Alt, schmerzvoll, aber gewohnt…“

Und ich höre dieses Wehklagen und verteile diese Broschüre, “da links und dann geradeaus und bei dem 300stöckigen Hochhaus bis ganz nach oben fahren“ und ihr verteilt diese Broschüre dann an andere, während ihr 2 Meter vom Hochhaus entfernt versucht mit einer Plastikschübe eine Stahlwand zu durchbohren, unter das Gebäude.

Ich kann euch nicht mehr tragen, dass müßt ihr jetzt alleine.

“Hier, Neu!!“

Spuren im Sand

 

Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn.
Vor dem dunklen Nachthimmel
erstrahlten, Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines Herrn.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
„Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen,
da hast du mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
daß in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast du mich allein gelassen,
als ich dich am meisten brauchte?“

Da antwortete er: „Mein liebes Kind,
ich liebe dich und werde dich nie allein lassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten. Dort, wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ich dich getragen.“

Margaret Fishback Powers

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