Darum Macht Geld unfassBar glücklich

Vorab ein großartiger Witz:

„Treffen sich ein Südsudanese, ein Birmanese und ein Kölner vor einem 8K OLED Fernseher. Sagt der Kölner: „Schaut mal, das ist ein 8K Fernseher, damit kann man sich Dokumentationen über Birma und den Sudan mit 800 MHZ Bildwiederholrate ansehen“. Sagt der Südsudanese zum Birmanese: „Wollen wir ihn fressen?“

Sagt der Kölner: „Den kann man nur mit Geld kaufen“.

Okay, bitte jetzt nicht ausflippen. Wäre ich Witzeschreiber, wäre ich Chefredi im politischen Ressort der Bildzeitung. Ich bin aber nur ein Wortschubser und Gegendenknipser, also ein zerrissner Zettel am Wegerich des Kapitals.

Die Diskussion über Geld kennt einen Leitsatz: „Bei Freundschaft hört das Geld auf oder so ähnlich“. Dieser Satz brilliert bei jeder Totenfeier und Testamentseröffnung. Ohne ihn, gäbe es weder Versicherungsschutzvertreter, Finanzmarkanalysten oder Scheidungsanwälte.

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Super Glücklich

Fiat Geld (Banknoten) die keine Deckung mehr besitzen (früher Gold/Silber/Edelmetalle), haben schon längst die Ebene des notwendigen verlassen und sind, besonders in den kapitalistischen Wohlfühlstaaten, dass beste Mittel um sein Gegenüber abzuhängen, abhängig. Sucht nach Eifer meets Heu wie Geld und die Medien lassen Oligarchenkinder auf die Flaschensammelmeute los.

Da bin ich ja sehr froh, dass es so vortrefflich passt, dass Okinawa/Japan als Insel der Hundertjährigen bezeichnet wird und die Einwohner von Sardinien und der griechischen Insel Ikaria oder…München auch, genau weiß ich das nicht mehr. …<Übrigens Ratiopharm wünscht gute Reise und gute Besserung, tolle Produkte für den kleinen Geldbeutel>…

Der westliche Cro-Magnon-Mensch mit seinen 16 Smartphone Tarifen und der liebenswerten Eigenheit, Bananen in einem Blister zu verkaufen oder Kaffepulver in Alumium Kapseln, war schon immer der Vorreiter des Glücks und der Nachhaltigkeit:

„Nachbarsbaum, der falsch geparkte Wagen vor der Einfahrt, Ruhestörung“. Besser kanns nicht laufen um glücklich zu sein. Alleine die Auswahl an 3000 verschiedenen Dildofarben verspricht überlebenslange Lenden-Glücklichkeit.

Was habe wir es hier gut, Mensch Meier.

Wenn ich so über meine Reisen nachdenke, zum Beispiel war ich viermal auf kleineren Karibikinseln. Wie traurig und bitterarm die Natives in St. Lucia, Barbados, Grenada und Tobago waren.

Saßen am Strand und fischten den ganzen Tag bis die Sonne unterging die Ärmsten, nennt sich dort „Liming“, is sowas wie rumlümeln. Oder stehen an der „Sportsbar“, Bretterbude mit Öffnung an einer TV Röhre dicht gedrängt und feiern Cricket. Verkaufen Reggae Mucke am Straßenrand und philosophieren den ganzen Tag über Haile Selassie.

Fast wie Guantanamo in Bunt. Oder Brasilien oder Malaysia, Thailand oder Ägypten, da fahren sie mit kleinen Jollen über den Nil und singen Frère Jacques. Ein Leben am Abgrund, wenn die Wüsten wie glücklich wir hier in Deutschland sind, während wir wieder in Singleportalen nach Mr Mrs Right suchen. Während wir wieder die Achtsamen und Empfindsamen aufspüren und Ihnen ein G für ein Eld vormachen.

Wie schön es ist soviel Geld zu besitzen oder wenigstens beruhigend, hach…

Okay, wenn man dann 50.000 Tabletten wie Smarties in der Stunde frisst, weil das Leben drumherum gezimmert, das eigene Nervenkostüm zertrümmert, wirds schon mal eng im Survivalmod.

Aber Hauptsache „#Glücklich“, reimt sich übrigens auch super auf Kindesmißbrauch, häusliche Gewalt und Fremdgehportalen. Einfach nur die Buchstaben vertauschen und in den Anagram Fleischwolf extrahieren. Da wird dann aus „Fremdgehportal“, „Dampf legte Rohr“. Macht zwar keinen Sinn, die Anhäufung von verdrecktem Papier aber ja auch nicht.

Und während wir Geld, 3 mal am Tag  immer zu den Mahlzeiten runterschlucken, immerhin beruhigt es und wirkt besser als Baldrian, fragen wir uns wer auf die pfiffige Idee kam, aus „Geld macht glücklich“, „Geldmacht Glück“ zu zimmern. Okay, bitte keine Blumen. Bitte auch keine in die Karibik, die haben dort alle ihre Gärten und erfreuen sich am wachsen und nicht am töten.

Ich bin also sehr froh, dass ich auf Platz 10 der glücklichsten Ländern dieser Welt stehe, wäre mir sonst so gar nicht aufgefallen wie super es mir jeden Tag geht. Ich so „Schau mal wie Glücklich ich doch bin“. Das Glück so: „Mensch Kopfgrippe, aber echt jetzt“.

Einen hab ich noch zum Schluss: „Kommt ein todkranker Deutscher in die Karibik“

 

geehrt

Kopfgrippe

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