Von einzelnen Stufen

Menschen die sich unter 100 Prozent Leistung nichts zutrauen, sehen keine einzelnen Stufen, sie zählen Treppen. Sie springen halsbrecherisch durchs Leben.

Das Problem von Treppen ist, man kann sie nicht nur in Unsicherheit hinunter, sondern man kann sie auch in vollkommener Selbstüberschätzung hinauf fallen.

Die Treppen bewußt, Stufe um Stufe zu erklimmen, im eigenen Biorhythmus des eigenen Kindes und nicht im geprägten, ist wohl mit die größte Lebensaufgabe.

Menschen zerren an uns und sagen uns wie wir Treppen steigen sollen oder lieber Aufzüge nehmen oder besser unten bleiben sollen. Im schlimmsten Fall wird unser Sein wie bei einer Jolle in stürmischer See hin und her geschoben, bis wir keine Justierung mehr unseres Tempos erkennen.

Auch wenn es uns mißfällt, manchmal ist die rechte Spur die bessere für unsere Gesundung, für unser Ich, weil wir so sind wie wir sind, auch wenn wir anderen Wünsche hätten.

Die Kunst der Langsamkeit ist die wahre Stärke. Das anerkennen der Invalidität. Das anerkennen der eigenen Fähigkeiten, egal was sie für eine Gesellschaft bedeuten.

Kurze Schritte sind anstrengend, einzelne Stufen mühsam.

Jedoch ist der lange verschollene Begriff „Entschleunigung“ wichtig um Kraft zu horten, damit sie wieder bewußt fokussiert wird und dann zuerst an uns abgegeben wird.

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