Löwenmut (Prosa/Lyrik)

Manchmal sollte man was sagen, was man eigentlich nicht wagt:

Man denkt mir häufig Löwenmut und das ich alles schaff und krafte, doch ist im Herzen wenig Glut und Angst vor peingen hingeraffe.

Man glaubt der ist so stark und breit, er ist für alle Klippenspringer, ich bin so brechlich und so zart, im Herzen kaum ein Schoßgewinner.

Ich mutige mich vorne weg und kämpf geg’n steten stech’nden Wind, doch wünsch ich mir die starke Schulter für dieses kleine Bündelkind.

Ich bin verzerrt vom Kräfteschenken, ermüdet von der ganzen Schlacht, ich will nur noch in Lieb erträngen und ankommen wo die Sonne lacht.

Ich hab das Wechselbad des Lebens, so satt wie ein gefüllter Kropf. Ich will mich nicht mehr trunk’n vergebens, verkümmern an dem nächsten Schopf.

Die Reise kann auch mal beendet, auch mal beendet gutes tun. Sie kann auch mal die großen Dinge in kleinen Dingen ruhend ruhn.

Die Ehrlichkeit sich so zuzeigen, wo greifbar angreifbar man ist, ist kaum die falsche Schlacht im Reigen, weil Kunst ganz selten Menschsein frisst.

Es so in Reimform zu bennen, ist schwerer als das Wechselbad, aus Angst trotz Nähe zu bekennen und folgend einem sinnden Pfad.

Sich selbst sich selbst Sein zu erkennen und keine Masken mehr zu tragen, ist wie eine stetes Pferderennen, mit greifbaren fürsorglichen Zielen, die freundlich aus dem Himmel ragen.

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