Pergamenttränen (Prosa/Lyrik)

Sie sammeln sich und fließen wie ein Rinnsal in den Bach der Lippen, die zuvor die andren Lippen ein letztes Male küssten.

Sie stürzen aus den Winkeln, schluchzen tapfer über Kinn und alte Schuhe auf den Boden, die zuvor ein letztes Male seinen Abdruck trugen.

Sie reißen Stauseenmauern ein und klatschen ungelenk in alle Wege, auf den Brief. Der Brief, der dort getränkt mit dem Adieu die letzten Zeilen formatierten.

“Ich geh es tut mir leid las uns doch Freunde bleiben liebkuck“

Du wischst sie weg die Zeilen und die Tränen und schaust auf diese Türe. Diese Türe, die den Abdruck seiner letzten Handbewegung trug und dann zum wiederholten Male die Haut von deinem Körper zog und dann zum wiederholten Male dein Wessenszug auf diesen nassgetränkten pergamenten Boden schlugundschlugund…schlug…

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.