unterm Apfelbäumchen: die Karibik, das Geficke, das andere Geschlecht

Mir ist kalt.

Sitze auf meiner Bank und ein rotzig rostig frostiger Wind zieht die Apfelbäumchenallee entlang und vermengt sich mit den Abgasauspuffabgasen der Elektroautos, die doch nur Spritschleudern sind und tiefergelegte Tiernamen besitzen.

Gerade landet ein Käfer auf meiner durchnässten Schulter, also dem Pulli über der Schulter. Niemand Normales würde bei diesem Wetter mit nackter Schulter hier sitzen, außer der Blowjob würde 30 Tacken kosten. Kostet bei mir gratis, deshalb habe ich einen Pulli über der Schulter.

Dem Käfer scheint es gut zu gehen, da er einen kleinen Haufen Käferkacke hinterläßt, bevor er mit dem Wind Richtung Zebrastreifen fliegt. Sein Pech, dass gerade kein Fußgänger dort stand und der Scheibenwischer des Hummers seine spärlichen Überreste auf die Straße schleudert, dem Rinnsal des Regens entgegen.

Eine flotte Biene wandert am Philatelistengeschäft entlang und ihre Schulter liegt frei. Schaue in mein Portmonee und finde keine Mäuse, nur eine freie Schulter (Dies ist eine schwer zu verstehende Metapher. Seht es einfach als konstenfreien IQ Test an).

Ein Mann der keine Tiernamen kennt läuft an mir vorbei und schmeißt seine Tageszeitung einfach weg. Einfach so weg. Auf den Boden. Frech, oder?

(Ernsthaft: Soviel Dinge passen auf kein Bild, Kinder)

Hebe sie auf, lese schnell die Schlagzeile „Bundesgerichtshof entscheidet pro 23 Geschlechter“ und rufe dem Mann zu: „Entschuldigen sie, sie haben gerade etwas verloren“. Drücke ihm jetzt die durchnässte Zeitung, besser die zelluläre Maße in seine Hand und füge noch selbstgefällig hinzu „…brauchˋn sich nicht zu bedankˋn, Ehrensache.“

Er schaut mich jetzt so unverständlich fragend an, wie Frauen bei mir nach dem Beischlaf.

Setze mich wieder auf meine Bank und denke darüber nach, dass es ganz schön schwierig auf der Kaufhoftoilette werden wird, wenn die 23 verschiedene Toiletten bräuchten.

Man könnte sich allerdings auch an der 68er Zeit bedienen, mit Langhans, Kommune 1 und dem Satz des damaligen Pythagoras: „wer zweimal mit der selben pennt, gehört schon zum Establishment“.

Also „ein Klo für alle und gib ihm“. Finde jetzt den letzten Satz auf vielfältige Art und Weise äußerst unangenehm und nicht verdauungsfördernd. Denke nun darüber nach, dass deutsche öffentliche Männer WCˋs, wenigstens dem aktuellen Hygienestandard in Schwarzafrika ähneln und Frauen WCˋs eher einem Torture Porn; dann doch lieber bunte Vielfalt.

Der Regen tropft weiter auf meine versteckte Schulter, als die freie Schulter sich in meine Richtung bewegt und die Apfelbäumchenallee entlangstöckelt. Schaue noch mal in mein Portmonee, als der Regen stärker wurde und ich mich nach Jamaika sehne, wo deutsche Hausfrauen, junge männliche Natives für kleines Geld ficken und mir wird zum ersten Mal die Analogie zur Politik klar.

Einfarbige Wolken ziehen weiter….

 

 

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