unterm Apfelbäumchen: der Katzenesser, der Baumesser, der Sonnenesser

Regnet, seit Stunden, seit über Stunden regnet es Katzen und Hunde, würde der Engländer sagen, würde ich ihn fragen, wenn er dann Deutsch verstände, also die Sprache, nicht die Mentalität zwischen Urlaubshandtüchern und Sauce Hollandaise, wobei die wiederum einen frankophilen Einschlag hat, also didaktisch und inhaltlich eher einen niederländischen, also geographisch.

“ICH ESSE KATZEN“ schreit jetzt ein Mann vom Zebratstreifen rüber zu meiner Parkbank.

Das ist der Grund warum ich dieses Land so liebe. Jede Gestörtheit darf ausgelebt werden, nicht mehr nur hinter, sondern sogar vor der Geschlossenen. Überlege zu antworten, mir fällt aber nichts ein. Schmeiße jetzt ein Stöckchen in seine Richtung und warte ab was passiert. Die Alarmanlage des Philateliegeschäftes passiert.

Dabei war das Stöckchen nicht größer als ein Stöckchen, also soooo (zeige jetzt in die Luft nen Umfang eines Baseballschlägers), bin von mir selber total überrascht, dass das Stöckchen doch soooooooo war.

Als ich die Polizeisirene hörte, fiel mir wieder der Katzenfresser ein. Also warum keine Katzen? Wer Hasen, Pferde, Kühe, Affen, Ratten, Ameisen, Schweine, Bäume oder Sonnen frisst, könnte auch Katzen verdrücken? Immerhin war Alf auch ein netter Melmacaner. Dem hat keiner was vorgeworfen, also damals, also bevor die Welt so furchtbar korrekt war und Außerirdische noch sympathisch.

Bekomme Hunger und stelle mir meine Wohnung vor. Schaue in meinen Ofen, keine Katze. Schaue jetzt ins Gefrierfach, keine Katze. Schaue ins Wohnzimmer, keine Katze, wasn Katzenjammer. Die ganze Suche für die Katz.

Lege mich nun auf die Parkbank, rücklings. Denke, ich ess jetzt besser nur noch Bäume oder ernähre mich von Sonnenstrahlen, als sich eine Perserkatze meinen Bauch ernährt.

Ja der war echt schlecht, aber ich hatte Hunger. Die Perserin mauzte „Iss mich bitte, ich bin so schmackhaft, süß und rollig. Wenn du mich isst, bin ich die glücklichste Katze der ganzen Welt und liebe dich für immer…“.

Am nächsten Morgen war der Tisch, halt nicht für jeden gedeckt.

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