unterm Apfelbäumchen: Blond müsste Mann sein, die Bildung

Über mir ziehen Wolkenberge an anderen Wolkenbergen vorbei an anderen Wolkenbergen vorbei. Ein richtiger Himmelsbukkake (zündet nur wenn man’s sofort blickt).

Blau, schwarz, weiß, alle Farben bis auf rot, grün, gelb, violett, pink, aquamarin, türkis, silber, gold, Blech, Nazibraun, Tomate, Pfirsisch, Pfefferminze, Zyankali, Waschbrettbauch, Super Size Modell mit Damenbart, halt alle Farben halt.

Schöner Himmel. Ein wirklich schöner Himmel, der voller Geigen hängt. Höre jetzt auf einer Wolke sitzend David Garrett, der ja eigentlich Christian Bongartz heißt,  wie er mit wallenden Haaren a’la Hans Klok, der ja eigentlich Hans Klok heißt, auf seiner Stradivari virtuos aufspielt und sich einen heißen Blick plus Nippelblitzer leistet.

Stradivari, der irgendwo in Italien geboren wurde, weiß keiner wann und ob überhaupt, ist so wie mit Shakespeare dem seine Stücke wurden ja auch vom Aristokraten Edward de Veere geschrieben, weiß auch keiner genau wann, wo und ob, also Stradivari gefällt die klassische Interpretation von „Ich will nen Cowboy als Mann“ von David Garrett der ja eigentlich Christian Bongartz heißt. Aber weder Veere noch Stradivari hatten so schöne sexy lange blonde Haare wie David Garrett der eigentlich Christian Bongartz heißt und Hans Klok, der eigentlich Hans Klok heißt.

So schön die langen Haare, halt naturfarben und die frisierte Brust erst so schön, so schön wie der echte Name David Garrett und Shakespeares King Lear, so schön halt, alles so echt wie das Nasenimplantat von Carlo Collodi‘s Pinnochio, der eigentlich Carlo Lorenzini hieß und keine langen blonden Haare hatte, dafür aber schon mit 63 Jahren verstarb, so unschön, mit 63 Jahren, die Hälfte von Jopi Heesters.

Die Wolken sind jetzt komplett weg; die Sonne schaut auf mich herab und schreit meine Haare an „Kötergrau du fette Sau“. Die Sonne so blond wie die Haare so schön von, „okay ich nerv nicht mehr, versprochen“.

“Wenn nervst du nicht mehr?“, fragt mich ein kleines Streicholzmännlein mit brennenden Haaren, was neben mir auf der Parkbank saß. War kein Streichholzmännlein, war ein an Magersucht erkrankter Rotschopf.

“Die Welt“ sagte ich und schaut jetzt ob ich etwas zu essen bei mir hatte, fand Brotkrummen und eine Kinderzeichnung bis zum Hexenhaus.

“Die Welt ist scheisse“ sagte die magersüchtige rothaarige ca 85jährige Oma, die gar nicht magersüchtig war, sondern nur alt und gefärbt.

„Heißen sie zufällig Christian Bongartz?“ fragte ich nebensächlich, als ich wieder diese Overtüre aus dem Himmel hörte und dachte, „naturblond müsste Mann sein…“

 

 

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