(DSDS) Deutschland sucht das vergessene Supertalent 2018

Hach was war es nicht schön. Unterprivilegiertes Assi Fernsehn für den Hartz IV Baustoff und deren Chantals und Ronnys; also die perfekte Bühne für ne Kopfgrippe.

Der Wunsch nach schnellem Fame, Spaß und Kohle mit der Tätigkeit, die man am liebsten ausübt, darf man niemand zum Nachteil gereichen. Besonders wenn einer der Final-Protagonisten aus der eigenen Stadt stammt, go …… go. Ich kann auch lieb, bullshit.

Das Desaster an DSDS ist nicht die Stimmlage der Finalfisten oder der Couture der Jury, sondern die glattpolierte Scheißmusik, die ihnen im Finaleee, ole auf den Leib geschrieben wurde.

Zwar ist durch eine Vielzahl an namenlosen Gewinnern und genug Youtube Videos bekannt, wie Teilnehmer hofiert, abgerichtet oder telegen zerstört werden, jedoch hört der Spaß der Realitysoap da auf, wo sich unfähige Produzenten einem Geschwurbel von bekannten Beats oder Harmonien bedienen und dabei fleißig einzelne Fremd-Elemente kopieren, unterlegt von Satzbausteinen die eher an die Vorschule von blinden taubstummen Lemmingen erinnern, als an eine Nummer die Qualität vor Quantität setzt.

Dem Hörer wird nicht zugetraut, Anne Sophie Mutter von David Garrett zu unterscheiden, Anne May Kantereit von Max Giesinger, Max Prosa von Santiago, Ballermann von Neuseeland oder Kafka von Konsalik.

Er will, der saublöde Konsument, so glaubt man, Konservenmusik aus der flunderplatten Disco-Mixhölle. Bestenfalls immer im schunkelschönen 2/4 oder 4/4 Diskofoxtakt. Wer RTL2 frisst und bei Sexy Sportclips erregiert, an den kann man schon mal Kaviar als köstliches Enddarmprodukt verkloppen.

Die Sieger-Nummer für die kleine süße Marie, erinnert frappierend an die schlechteste Scheibe, die je für Catterfeld produziert wurde, zufällig vom selben Poptitan. Alleine beim Refrain von „Für dich“ muß ich so stark kotzen, als ob mir jemand einen 3 Jahre alten fermentierten Surströmming ins Rektum schob.

Die „einzigartigen“ Nummern für Michel (Textlich im Refrain kopiert aus „Die immer Lacht“ – Kerstin Ott). Danach Passagen die Pohlmann sowie auch Bosse besser hinbekämen und Janina (Opener der Beat aus Robbie Williams „Free“ nur eine Tonlage höher und danach eine stereotype getragene James Bond Frasierung) waren an musikalischer Belanglosigkeit kaum überbietbar, boten aber wenigstens einen schmerzfreieren Wiedererkennungswert. Dieser jedoch war, auch nur ein kruder Mix aus Eurovision, Pop und anderem Dosenfutter, was sich in den Charts seit Jahren tummelt und  die Abwechslung einer gesprungenen Modern Talking Platte rückwärts bietet.

Einzig die Nummer für den frechen frivolen flirtenden Fliesenleger Michael, entkam dem Wachsfigurenkabinet des DJ Dr. Mabuse, da sich die Swingplatte an den Vorlieben des Musikers orientiert und gerne auch mal als Fahrstuhlmusik ein zweites mal gehört werden könnte (bewußter Konjunktiv). Positiv ist zu verzeichnen, dass diesmal weder Straftäter noch Kleinkriminelle im Finale waren und oder später durch selbiges von sich reden machen.

Die Siegerin aus dem Ruhrpott wird genauso schnell wieder vergessen wie die Dauergrinsbacke Alphonso letztjährig oder die anderen ollen Protagonisten, die nie irgendwas verkauften als ihre Seele bei der RTL Media Group Vertragsunterzeichnung.

Der Eine wird wieder frivoler Fliesenleger, der Andere Mauern mauern, die Kleene wieder zur Schule gehen und die Mutti der Nation ihren Job der Kinderbespaßung ausüben und dies, ist die wirkliche Lovestory der diesjährigen Staffel.

Zum Glück haben alle Finalkandidaten eine berufliche Perspektive die sich nicht auf Castingshow reimt, gefährliche Löwen, Hippos oder enthemmte Jurymitglieder in der Midlife Crisis oder’m Klimakterium, Guten Abend.

Wie es besser geht:

Pohlmann – Mädchen und Rabauken

 

Bosse – Kraft

K.I.Z. – Hurra die Welt geht unter

Bilderbuch – Bungalow

 

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