der Scheissegal Muttertag und die Selbstdarsteller

Ja, ist wieder soweit. Wir Gedenken unseren Erzeugern, die mit ihrem Stossgerammel flüge Samenzellen auf die Reise schickten, die sich einen Weg durch ätzende Eierstöcke bahnten und dabei am parasitären weiblichen Naturgleitgel verdampften oder durchschlüpften und eigentlich am Mund wieder ins Freie wollten, wenn nicht so ne Scheiss weibliche Eizelle „Du kommst hier nicht raus“ gelabert hätte.

Ich wollte niemals aus dem blutigen dampfenden Loch raus, deshalb wickelte ich mir auch die Nabelschnurr bis zur  Naturbläue um den Hals, bis ich wie bei Aliens 1 aus dem Kaiserschnitt an die Luft flutschte. Einmal da, blieb mir das schreien im Halse stecken, weil das Grauen was dann wie ein „Nightmare on Elm Street“ Streifen vor meiner Linse brannte noch schlimmer nicht hätte sein können:

Muttertag

Dabei habe ich da gar nix gegen. Der Film ist einer der wenigen indizierten Horrorstreifen, die ich noch nicht sah. Wer schon vor der Geburt einen auf „Ein Zombie hing am Glockenseil“ macht, für den sind sich selbst auffressende Irre, Ponyhof.

Und alle teilen und liken wieder in sozialen Netzwerken, die große Dankbarkeit an ihre Erzeuger Eierstöcke, weil es die Nahrungsmittel- und Blumenindustrie so will.

Merci, Fleurop, dass es dich gibt.

Da laufen mir fast die Tränen die Kimme runter, so berührend finde ich dieses stereotype Lemmingverhalten der kruden Selbstdarstell-Arschficker.

Vorbeifahren, Blumen vor den Stirnlappenbaselisken schlagen, zurückfahren, fedisch.

Aber nein. Da werden Herzchen und Sätzchen und Bildchen geteilt wie toll die Mutti doch war/ist und dies nur, weil sie dich nicht dauernd mit nem Bügel verdrosch oder in ne Babyklappe schmiss. Das weltbeste Karlssoninchen vom Dach.

Und die Unternehmer reiben sich die judäischen Schekelflossen und Hakennasen, wie verblödet das Klatschvieh auch diese industrie Pampe frisst, siehe Aspartam Coca Cola Weihnachtsmann oder den frigiden Osterhasen.

Ob da jetzt eine gläubige Zeremonie hintersteht oder nur eine Spaßgesellschaft der narzisstischen Profiteure, ist bei dem Sut an arroganter Selbstgefälligkeit eh egal.

Muttchen drücken, einmal im Jahr. Blümchen bringen, einmal im Jahr. Tränchen verdrücken, einmal im Jahr und vor der Dunkelheit bloß wieder raus aus dem Hexenhaus der ungewollten ante mortem Schwangerschaft deiner Erzeugerin.

“Mammaaa du bist die aller aller allerbeste; ich hab dich lieb“ Klingt für mich immer nach so einer verknöcherten mit sehnendurchsetzten Totenhand, die mir aus einem Spalt einer Tür eines abgebrannten Hauses zuwinkt und dabei parallel mit Schokolade wedelt, während ihr Mundspeichel, Sabberwasser auf die Türschlitzöffnung erigiert.

Da will ich mich dann nur noch durch die Nachgeburt fressen und im Uterus für die nächsten 2000 Jahre durchschmarotzen. Während draußen der Blumen und Schokoladen Krieg tobt, wer seine Mutti denn nun lieber hat und mit dem größten Geschenk aufwarten kann.

Da bin ich wieder dabei und verschenke das, was ich am liebsten möchte, verpissen, in einem Strahl, in alle Richtungen.

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