unterm Apfelbäumchen:Er ist wieder hier

Langsam stetig, ziehen flüssige Magmawolken über den durch Sonnenstrahlen aufgehetzten Himmel. Es ist Sommer, es ist WM, es ist das deutsche Aus in der Vorrunde schreibt die örtliche Tageszeitung.

Artikel von einem gewissen Reinsch. Also nicht von einem Gewissen, dass Reinsch heißt, sondern von einem gewissen Reinsch. Also nicht Reinsch heißt, sondern Reinsch…heißt. Also von einer Person die mit Nachnamen Reinsch heißt, lautet, Reinsch lautet. Also nicht laut sondern nur lautet. Klingt. Der Name, klingt nach Reinsch. Hört auf. Nicht hört auf wie Ende, sondern hört auf Reinsch…DER NAME DES REDAKTEURS IST REINSCH. So, jetzt aber, war ja gar nicht so schwer.

Neben mir sitzt seit heute Morgen jemand der sich für Hdolf Aitler hält. Auf seinem rechten Arm baute heute Mittag eine Amselfamilie ein Nest. Herr Aitler dachte noch daran, jemanden heute morgen nicht zu ärgern, sagte er bevor er mich ärgerte, mit seiner ausgestreckten hemdsärmeligen Anwesenheit. Warum will eigentlich heutzutage jeder wie Hitler sein?, dachte ich noch, als 12 speckige Fleckenteufel mit Amselfamiliennestern bis zum Zebrastreifen marschierten und dort den örtlichen Schutzmann begrüßten. Er streckte seinen Arm aus, besann sich dann doch eines besseren und holte den Taser aus der Gürtelhalterung.

Den nachfolgenden Verkehr hat der Stau bis zur A1 gefreut.

Irritiert schaue ich erneut in die Tagespresse und lese unter Reinschs Artikel: „Skandal, Skandal: Treffen des deutschen 88er Chapters, aufgrund von Gedenkgottesdienst und Geburtstag unseres Führers“. Da drunter dann ist ein Nachruf von Frau Hoebbels: „Gut, dass du gestorben bist, wir hätten dich sonst nie vermisst und danke dass du dich verpisst“

Irgendwas stimmt mit dieser Stadt nicht denke ich, bevor ich mich an den rechten Arm von Aitler hänge und zehn Kniebeugen in sein Gesicht mach.

Die Schlümpfe vom Zebrastreifen wurden in die grüne Minna gestoßen. Sichtlich noch unter Nervenstörungen des Elektroschockers stehend. Hatte was von Orgasmuszucken meets Parkinson.

Herr Aitler stand jetzt mit seinem rechtslastigen Amselnest auf und zeigte mir zum Abschied den ausgestreckten linken Arm. Erinnerte mich an die erste Walking Dead Folge. „Grüßen sie mir Eva Braun“ entflied meiner Zunge und der untalentierte Maler mit der Vögelliebe schenkte mir ein melancholisch trauriges Lächeln zum Abschied.

Er tat mir schon ein wenig leid und ich hoffte, er suchte weder die Panzer vor Schlesien, noch seinen eingeschläferten Schäferhund Eichmann.

Die strammsitzenden knabenhaften Wolken, zogen jetzt zügig über den Himmel und wenn man ganz leise lauschte, hörte…man…….noch… die Schreie in Nagasaki…..und…dann….knisternde unaufgeladene….Ruhe……..

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