Wir Deutsche, die Sissi’s dieser Welt (ganz viele tolle Bilder)

Kairo, Barbados, Salvador da Bahia, Puerto de la Cruz, Korfustadt, Funchal, Langkawi, Koh Samui, St. Lucia, Gomera, Tobago, Positano, Krk, Prag, Römö, Paris, Dubai, Main nur einige Städte, einige Länder wo ich mal stationierte, wo ich mal war, kurz oder länger:

 

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Quelle: ich Photoesk, der FotoArt ist

Alle haben etwas mit Dresden, Köln, Düsseldorf, Hamburg, München, Karlsruhe, Zwickau, Frankfurt, Bremen, Dortmund, Berlin, Trier, Nürnberg, Weimar, Mainz, Wiesbaden, Saarbrücken oder Leipzig wo ich auch schon mal war, kurz oder länger, gemeinsam.

Der deutsche Krautfresser hat in seiner DNA das Rumnölende, Unzufriedene, Schlechtgelaunte, Missmutige, Motzerische, Neidische fest verankert.

Fast in jedem Land welches ich besuchte,  ging es den Menschen vom Geldbeutel schlechter. Es gab schlechtere Sanitäreinrichtungen, schlechtere Energieversorgung, eine schlechtere Infrastruktur (schlechtere Bus- und Bahnverbindungen), aber so gut wie niemand jammerte über diesen schlechteren Luxus, er machte halt das Beste draus.

Symptomatisch und ein Beispiel unter Vielen:

1991 stand ich mit einem Muezzin auf der Jumma Masjid Moschee Dachterrasse auf der Karibik-Insel Barbados, Bridgetown.

Quelle: placemap.net

Er zeigte mit dem Finger auf die benachbarten Gebiete. Dort waren Christen, dort waren Muslime und dort waren Juden und er sagte: „Wir leben hier, trotz unterschiedlichem Glaubens, friedlich und gut gelaunt miteinander.“

Dass ich dieses Erlebnis nach über 25 Jahren immer noch im Kopf hab‘, zeigt wie sehr mich dieses, „friedlich miteinander trotz großem Unterschied in der Betrachtung“ faszinierte.

Fast mein ganzes Leben glaubte ich an gelebte, nicht gesprochene friedvolle Divergenz, Säkularismus, friedliches Miteinander. Und ja, die Schlagwörter sind zwar heutzutage: „Diversität“, „Inklusion“, „Handicap“. Leider reine Propagandabegrifflichkeiten der gleichgeschaltenen Medien und ihrer Rezipienten.

.Wer sich nur positiv über Flüchtlinge ausspricht, wohnt von Ihnen weit weg.

.Wer die Integration von Behinderten in die valide Gesellschaft erfolgreich sieht, kennt niemanden mit Behinderung.

.Wer verhaltenausauffällige/dumme Kinder an die normale Schule weiterreicht und glaubt dies wäre besser als spezielle Förderschulen, hat keinen dementsprechenden Nachwuchs.

Und alle lachen sie Probleme weg, oder jammern über nicht Vorhandene. Lachen hilft gegen Angst…und flöten…bekämpft aber weder Defizite, noch Ungerechtigkeiten. Dafür sitzen sie dann mit Fakenamen vorm Rechner und tippen sich die blutenden Finger wund oder ziehen sie aus Bolzenschusslöchern .

Lieber Anderen schmerzen zubereiten, als selbst empfinden.

Und Zeit vergeht, vergeht, während wir zeitlos durchs Leben hetzen und Zeitfenster hinter verschlossenen heruntergeklappten Zeit-Fensterläden suchen.

Dabei kann es so einfach sein:

„Liming“, nennt man z.B. in der Karibik das „herumlungern“. Also „Müßiggang, Lebensfreude, abhängen, Leben genießen“. Okay ist für Deutsche jetzt fremd und jedwedes „Faulenzen“ ist negativ konnotiert. Da hieße es eher „Harzen“ oder „Schmarotzen“. Weil wir ein fleißiges Volk sind. Weil wir uns nicht hinterfragen, aber auf Andere zeigen, weil die sich nicht hinterfragen sagen wir, fragen wir, beurteilen wir, teilen wir nicht verbindend.

Diesbezüglich stellte ich mir immer die Frage, wieso Arbeitnehmer (Ihr) auf Menschen die Arbeitslosengeld 1 oder 2 beziehen so unfassbar neidisch sind, dass Sie sie runtermachen, abwerten müssen? Sie am besten zerstören, damit sie verschwinden und in ein anderes Land ziehen oder ab in die Gaskammer oder an den Pranger?

Höchstwahrscheinlich, weil in jedem von uns ein „Limer“ steckt, kein Hater, keine Sissi‘s. Ein Müßiggänger. Jemand, der gerne nach eigenem Gusto selbstbestimmt Leben möchte, nicht nach Uhrzeiten richtend. Nicht angepasst, uniformiert, still und lautlos. Ein Pirat, ein Gauner, Schurke, ein launiger Rabauke.

Aber.wir.bleiben -> pissed

Vielleicht hasst uns deswegen die ganze Welt. Weil wir nie aufbegehren gegen dass, was wirklich aufbegehrenswert wäre (Wir, Armut, Hunger, Kinderschutz, Waldrodung…), aber immer gegen das, was bei allen Anderen kopfschütteln verursacht (Kneipenrauch, Abgase, Mülltrennung, Cannabisverbot, Fleischächtung, Genderfizierung…)

Wir Deutschen

Vaterland Lieb Vaterland. Die, die wir unser bekanntes Vaterland verratend traten, hassend wie wir hassen, als Freunde, Kameraden und Genossen.

Und während wir dauernd um uns treten & verteidigend beleidigend statt teilend, merken wir nicht, wie wir langsam stetig sterbend aussterben, weil wir Geldsätze vor Liming vor Liebe vor Kinder setzten.

Und ich schaue zum Muezzin; ich erinnere mich was der fröhlich war, dass er uns „seine“ Moschee zeigen konnte. Mir und meiner Freundin. Es war kein doller Karibiktag in Bridgetown; es war ein bewölkter Karibiktag in Bridgetown, es war im Mai und Regenzeit, mit so Wolkenformationen wo wir als Kind spinnert aufem Rasen lagen und überlegten, ob’s n Drache oder doch Godzilla am Firmament is’, Barbie sicher nich’.

Vor mir, sehe ich noch diese schmalen Viertel in diesen pittoresken Straßen, auf dieser kleinen unbedeutenden karibischen Insel die zwar räumlich, aber niemals innerlich getrennt waren.

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