John

„Verdammte Scheisse“ rief John, als er Ecke Marlowstreet wegrutschte. Der Asphalt war durch den Regen so feucht wie die Fotze seiner letzten Eroberung.

Sally, viel zu jung, viel zu schön, viel zu…eng. Der Spaß dauerte nur kurz. Er spritzte ihr zwischen 2 Regenschauern in die Augen und ins Maul, dasselbe, dass sie vorher nicht EINMAL hielt.

“Sally“, hustete John blutig in den stärker werdenden Regen. „SALLY“, eine Passantin verdrehte ihren Kopf. Er dachte wieder zu laut. Er war immer zu laut. Er war John. Er war das, was man einen alten gutaussehenden Bastard nannte, der mal alles vögeln durfte und nie dafür zahlte. Er sah sich in der Spiegelung einer Pfütze.

Dünnes Haar, aufgedunsene Fresse, Dreitagebart. Grobe Poren bildeten mit den von grünroten Adern durchzogenem Gesicht eine befremdlich wirkende attraktive Unattraktivität. Er konnte sie noch alle haben. Er hatte Sally.

Er schrie ihren Namen, als er ihr ins Gesicht spritzte und später, als er ihren Kopf mit einer Eisensäge abtrennte. „Sally“.

„Billige Nutte“ und „warum lassen sich Köpfe nur so schwer vom Rumpf trennen?“ Es war mühsam, es war schweißtreibend, aber dieses rasselnde, stotternd knarrzende Geräusch beim Knochen trennen faszinierte ihn wieder und wieder. Es war befreiend, befriedigend, als die Wirbelsäule endlich brach und Sie, nie mehr schrie, knack. Er sah seinen Samen, der stetig sämig tropfend aus ihrem Maul quoll und sich mit dem schwarzen Blut ihrer pulsierenden Halsschlagader auf dem Asphalt vermengte.

Er nahm jetzt mit seiner Linken ihren Kopf, der noch an 2 Sehnenfäden hing und öffnete/schloss mit seiner Rechten ihr freches Maul.

“NEIN NEIN, ein  GUTES Mädchen geht NICHT auf den Strich, besonders NICHT mit 11.“

Sie war aber keine 11, sonst hätte er sie nicht gewollt. Ihre Stiefmutter log, als Sally zu ihm ins Auto stieg, nachdem der Zwanziger den Besitzer wechselte. Er roch ihre Kindheit, er roch ihre Unschuld, er roch ihre Angst, himmlisch, betörend. Er hatte sie schon jetzt zum fressen gern.

“Bring sie mir heil wieder“, sagte ihr Stiefvater schmunzelnd und umarmte seine Frau die winkte. John keuchte und bedankte sich noch fürn Zehnerpack Kirschtüten. „Die mag sie am Liebsten“ rief er hinterher.

Es kotzte stärkeren Regen stärker. Ihre Augen, Sallys Augen, er sah auf den Plastikbeutel in seiner Hand, verstand. Sie schaute ihn immer noch so willig, so gierig an. „Du widerliches Ludder, Mutter“

Jetzt hämmerte wieder dieser Clusterschmerz über seinem rechten Auge. „Immer dort“, dachte John der nicht John hieß, sondern Sally, Lis, Ava, Kenndell, Ruth, Erin „zuviele, viel zuviele, scheiss zuviele“. Er schaute auf die Uhr, Mittagspause vorbei.

„Verdammter Job“, schrie er innerlich, “verdammter…verdammter Job“. Trat aus Frust gegen eine Dose Coke Zero die er verfehlte. Er spürte die „Looserblicke“ der Passanten auf seinem Rücken, sein Zorn wuchs und dieser süßlich betörende Druck auch.

3 Querstraßen, 23 Stufen, 1 Fahrstuhl und eine Bürotür später.

„Wie siehst du denn aus?“, sagte Beatrice, seine Sekretärin, „du bist ja klitschnass?“ Er schmunzelte, „ja, ist wirklich ungemütliches Wetter draußen, Beatrice. Hier zu bleiben und in der Kanzlei zu essen war die klügere Wahl“. Beatrice kicherte. „Denkst du an den Termin mit John und Helen, wegen ihrer verschwundenen 9 jährigen Tochter, wie hieß die noch gleich?“

Donnernd durchbrach ein Gewitter ihren Dialog und John der nicht John war, schaute zu Beatrice und in den Besprechungsraum. Dort saßen sie. Helen mit tränenüberströmtem Gesicht und John der John war in ihren Armen. „Helen, wenn sie wüßte“, er kicherte. Beide waren zu früh…viel zu früh…er spürte wieder den Druck, als er das Besprechungszimmer betrat, viel zu früh.

Zur Entspannung knetete er jetzt Sallys Augen in seiner Hosentasche und reichte seine andere Hand zu Helen und John. „Und da war sie wieder“ diese Anspannung aus Kindheitstagen, die an ihm langsam hochkroch und ihn versteifen lies, in seinen Verstand, in seine Lenden.

„Hey Helen, John, schön, dass wir uns widersehen, ich habe gute Neuigkeiten…“, und er schloss die Tür, ab.

Ein Gedanke zu “John

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