Wollt ihRR die TOTALE Toleranz?

Prolog:

Richard David Precht schrieb vor einigen Jahren das Buch „Wer Sind Wir Und Wenn Ja Wieviele?“.

Aber sind Wir wirklich Viele und wenn Ja, warum dann Wir und Wieviele?

Nutte & Nonne?

CEO & Sklave?

Empath & Psychopath

Milliardär & Humanist

oder doch nur

Betongrau & Betongrau & Betongrau?

In der Psychoanalyse (Tiefenpsychologie) sprechen wir vom „Es“, „Über Ich“ und „Ich“ auch Instanzenmodell genannt, nach Sigmund Freud. Die Erforschung des Unterbewusstseins.

Das „Es“ steht für Lustverlangen, Triebhaftigkeit, Eros, Todessehnsucht. Unbewusst gesteuert, schwer kontrollierbar. Durst nach gieriger Befriedigung.

Das „Über Ich“ ist der Antagonist, der Gegenspieler des „Es“. Hier gilt Ethik, Moral. Es folgte eine Prägung durch Sozialisation (Erziehung), die unsere subjektiven Grenzen bestimmt. Was geht, was subjektiv nicht. Norm und Wertgesteuert.

“Das Ich“ ist der Vermittler zwischen Fleischverlangen (ES) und Ethischer Betrachtung der Situation (Über Ich). Beispiel: Das „Es“ will Fremdgehen, das „Über Ich“ hat ein schlechtes Gewissen, das “Ich“ überprüft nun beide Gefühle und entscheidet aufgrund der zur Verfügung stehenden Rahmenbedingungen (Wissen der objektiven Realität), ob Fremdgehen moralisch vertretbar ist oder nicht. Ein Regulator zwischen Prägung und Begierde.

Intermezzo

Ich mag Freud und auch CG Jung. Nicht jede Klappperschlange ist jedoch ein Penis, manchmal ist es nur eine Klapperschlange mit einem Penis und manchmal nur die Ex.

Manchmal sind es jedoch die Worte von Richard David Precht.

Unser „Volksphilosoph“, wie er gerne von Kritikern bezeichnet und abgewertet wird. Ein Etikett was Magnetismus verspricht, aber antimagnetisch ist. Ich verehre seine dezidierte Sprachqualität. Seinen Fundus an Wissen. Die Fähigkeit, komplexe Inhalte in gleich große verständliche Stücke zu teilen.

Manche kennen nur seine Bücher, arme Würstchen, die Bestseller. Leider gehöre ich zu den Würstchen und nicht zum illustren Kreis derjenigen, die ihn interviewen durften, was ich von Herzen täte. In einer Podiumsdiskussion, obwohl ich die freie Rede gewandt beherrsche, wäre ich ihm hoffnungslos unterlegen. Man sollte seine eigenen Grenzen erkennen und sich abfinden. Nicht aufgrund fehlender Bildung oder Inhalt, aber aufgrund sprachlicher Brillanz. Niemand ist gerne 2ter.

Wir beide haben jedoch ein ähnliches Verlangen/Ansinnen. Er, der Suchende, Mahnende, mit dieser seit Jahrzehnten auf perfekte Länge getrimmten Fönfrisur die nie ergraut und der ruhigen sonoren Stimme. Ich, der unruhige wirre Graue Geist, asozial, zynisch, grenzenlos in der Schreibe. Wütend, haltlos und immer am Rande des Abgrunds.

Ein perfektes Paar, wie Bohlen&Anders&Nora, dass sich ergänzen könnte, aber aufgrund vorhandenem Narzissmus wohl nicht lange überlebte. Im Schatten wird’s auf Dauer kühl.

Neidisch werde ich dann, wenn Precht aus der Sichtweise des Philosophen, Themen wie „Migration“, „Bedingungsloses Grundeinkommen“, „Ethik“ oder „Toleranz“ anspricht und niemand interveniert. Kein Wirtschaftsweise(r), kein Politiker, kein Moderator. Er wird geduldet, wahrgenommen, eventuell auch als hackende Krähe. Als anerkannter Intellektueller dieses Landes, ist er ein Stück weit unangreifbar, solange niemand seine Leichen im Keller findet, wenn vorhanden. Das gleiche Bild bei Karasek, Reich-Ranicki oder Denis Scheck (den ich interviewte). Sie erlauben/erlaubten sich ihre Filterblase und die Konstrukteure selbiger, erlauben/erlaubten es dem Inhalt.

Da hilft es mir als Wortschubser wenig, das Precht&Kopfgrippe zwar eine ähnliche Sinnsprache verwenden, auf ähnliche Impulse reagieren, aber konträr in der Sprachästhetik sind.

Frage: Würde man es also besser finden, wenn ich meine Beiträge, die sich auch um soziale ethische Ungerechtigkeiten der Welt drehen, profunder, intellektueller niederschrieb? Wäre ich dann auch ein Quotenintellektueller, ein Volksakademiker oder ein Teil des Systems zur Bewahrung und Ankreidung von zweifelhaften Grundsätzen und deren Umsetzung?

Sollte ich stante pede meine Sprache anpassen, neu justieren und zuweilen mehr zuhören, weniger kritisieren und wenn, dann immer mit einem friedlich offenen Geist, ohne Kettensägenblatt oder höchstens aus Bitterschokolade?

Nie populistisch sondern kritisch beleuchtend, jedwede Diversität akzeptierend, nicht ausgrenzend, nur hinterfragend, eigene Meinung diffus verpackend? Immer nett, galant, respektvoll…bleiben?

Sozusagen, die böse ungebildetere Halbschwester von Richard David Precht, mutiert zum „Wildwasser in Flussrichtung?“

Wäre dies eine Option, endlich die Anerkennung zu finden, die mir eigentlich aufgrund meiner Schläue zusteht? Meinem Wissen, meinem „Können“ nach? Aufgrund meines imposanten Wortbildungs-Werkzeugkastens mit integriertem Schlagbohrer?

wollt ihr dies, meine Leser?

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„EINE TOLERRANZ, DIE JEDEEM ERMÖGLICHT ALLES ZU SEIN WAS ERRR WILL. OPFERR? TÄTERR? EINHORRRRN?“

Epilog

Ich schaue nun von der Bühne betrachtend in das gleißende Scheinwerferlicht. Links sitzen Volksmusiker und sagen: „Nein, Ja, Vielleicht, wer hat das Koks?“ In der Mitte stehen applaudierende, jubelnde Volkslehrer und spenden tosenden Applaus „Ja, Bravo, maches Volkskopfgrippe,  Jaaa“. Ich schaue auf den Balkon wo die Volkswirtschaftsbosse saßen, dort röhren schon die Industrie-Staubsauger der Putzkräfte und ganz rechts sitzt ein Pinsel, auf dessen linker Gesichtshälfte Polsterabdrücke und auf der rechten Popcornstücke kleben. Er winkt mit einem Fähnchen der FDJ und schmettert ein

zum besten.

Hinter mir wird das Bühnenbild abgebaut und der best Boy reicht mir einen Klappstuhl, ein Handtuch mit RDP Insignien, die ich mit KG übermalte und ein semiseco kaltes Glas Fijii Wasser mit zwei Nordkap Gletscher Eiswürfeln in Penisform.

Ich schaue mich nochmals um und der Saal ist nun leer, fast. Ein kleines ca. 8 jähriges dickes Mädchen in einem rosa Strickpulli mit Einhornmuster kommt nun aus dem Parkett zur Bühne gelaufen. Keuchend schaut sie zu mir hoch, ich beuge mich herunter, auf Augenhöhe. Sie zeigt mir ein gefaltetes abgewetztes Bild von Greta Thunberg, spuckt verächtlich auf den Boden gibt mir Getthofaust und sagt mit der scharfen Zunge eines Yakuza LEGO Ninjas:

y:“Mach die verlogene „Pieeeppp“ fertig, für mich“

x:“Okay Bonnie, schnappen wir uns das trojanische Pferd und alle ihre Mitverschwörer.“

x:“rheinischer Sauerbraten?“

y:“rheinischer Sauerbraten!“

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