In Hamburch: auf den Spuren des Serienkillers Fritz Honka Teil 2

…nach kurzem Nippelnapping (Neudeutsch für, alte geile Menschen schlafen bis Abends), machten wir uns auf:

Ziel: Fressen, vorher ein Bier entweder im Elbschlosskeller (sogenannt härteste Kneipe Deutschlands), im Hongkong oder in der Honka Stube auch bekannt aus Funk und Fernsehn durch Heinz Strunks Buch „der goldene Handschuh“ und dem vor kurzem im Kino angelaufenen Film mit selbigem Titel von Fatih Akin.

Fritz Honka:

Historie: der goldene Handschuh heißt so, weil der deutsche Boxer Herbert Nürnberg in den Staaten um den goldenen Handschuh boxste. Daraufhin eine Kneipe auf der Reeperbahn  im Jahre 1953 eröffnete. Der Laden ist jetzt seit 66 Jahren in Familienbesitz.

Herbert Nürnberg:

Auch als die Albaner, Italiener, Marsianer, deutschen und Österreicher den Kiez regierten, blieb der Laden, der Besitzer standhaft und unbeliebt für die aufkommende Mittelschicht. Weiterhin eine Anlegestelle der Seemänner, die Gescheiterten und Bekloppten. Das kenne ich, das macht uns Freude.

Heutzutage kommt der schöne Lamborghini Klaus, der damals Millionen verprasste und nen Lambo plus Maserati plus seine Nutten Einfuhr plus Einfuhr rein und bettelt um ein Bier. Ja er war kein Schwabe, denkt Stephen, der Kellner der Honka Stube.

Es ist sowas wie eine Welt die einen magisch einverleibt und erst dann wieder auswirft, wenn du an der Nadel hängst, abgerockt in die Ecke kotzt oder in der Nähe der Davidswache „Bombenalarm“ brüllst. Ihr könnt euch ausdenken was passierte. Es war aber schlimmer.

Bild am nächsten morgen noch strack voll:

Und ich bin sicher, der Scherenschnitt zwischen Gosse und Gloria kann fast jedem passieren. Im Leben einmal zu viel falsch abgebogen, einen Lebens-Uppercut oder Leberhaken mehr als man verdaut und fast alle landen im Dreck. Suchen Liebe, Anerkennung, wenn keiner mehr gibt, außer im Suff, der Suff…

Wie gesagt, Ziel war Essen gehen und ein (1) Bier trinken. Wir entschieden uns für den Laden vom Serienmörder Fritz Honka, weil im Elbschlosskeller schon Flaschen und Worte flogen (Tatzeit: 21 Uhr), im Hongkong war Ramba Zamba, 1 Gast.

Fritz Honka masakrierte in den 70ern Frauen, weil man das halt so macht, wenn man nicht „Bombenalarm“ rufen darf und manchmal ziemlich wütend ist. Er ist mir deshalb sehr sympathisch, seine Hässlichkeit ist jedoch abzulehnen. Ähnlichkeiten unverleugbar. Er zerschrederte mit dem Messerchen Körperteile, ich mit meinen Worten, Ego’s. Wie eine multiple identitätsgestörte Menschenfresser Hydra, mit 4 Armen, 2 Beinen, ohne primäres Geschlechtsteil, aber mit 2 Arschlöchern.

Ich wußte, der entrückte Geist Honkas könnte mich umgarnen und…

…ins Epizentrum der Kiez Subkultur einführen. Es wäre irgendwie echt. So echt wie Kükenschreddern vor der Mutterhenne oder Judenvergasung. Über beides macht man keine Witze, außer man ist Prota- oder Antagonist.

Es war angerichtet…

Teil 3:

https://kopfgrippe.wordpress.com/2019/07/01/in-hamburch-auf-den-spuren-des-serienkillers-fritz-honka-teil-3/

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