Halali im Freibad

Man kann ja nicht sagen, dass der Sommer langweilig ist.

Sommer, Sonne, Regen, Blitze, Hagel, Frösche und Freibaaad.

Ein ganz großartiger Ort für Fußpilz, Exkrementale Unterwasserforschung oder schlechte Pommes, mit der Garantie für skurrile Anekdoten. Zum Beispiel ich, geh seit 30 Jahren nicht mehr ins Freibad, wegen Füßen.

Schon recht. Ich hatte in der Blüte meines Samenergusses just eine psychosoziale Angst Affektstörung entwickelt, die meine dicken Onkelz betraf.

Wir stellen uns jetzt mich in Jung vor, wird schwer, auf geht‘s:

Also figürlich der feminine lebtosome Typus. Dazu ein angedeutetes Sixpäck und Arme in Mistelzweigdicke, nach Pripyat.

Haare kurz, swäger Poper-Mitläufer-Mix. Klamotten für Neuss out of control. Ich war wahrscheinlich der 1ste und 1szige in ganz NRW, der bedruckte Jeanshosen 1985 (keine Vanilia) trug.

Funfakt: wie ich gerade las, stammte die Firma (Vanilia) dieser legendären „Augenkrebshose mit Datumsvermerk“ aus…Neuss…excited…

Was aber ist/war mit meinen dicken Zehen so fürchterlich?

Die sind halt nicht oval geformt, sondern sehen eher aus, als ob sich eine streikende Mastodontherde dort niederließ, länger.

Wir halten fest. Ich hatte wirklich keinen einzigen Makel, außer einen dicken anstatt ovalen Zeh und mein Selbstwertgefühl war zershreddert. Grüße gehen an meine Erziehung raus.

und seitdem war ich tatsächlich nie mehr im Freibad, bekloppt oder?

Aber, jetzt, habe ich die perfekte Ausrede warum ich’s auch zukünftig nicht mehr mach‘.

Nachdem ich die Aleppo Kriegsbilder ausem Düsselbad in Düsseldorf sah, dachte ich mir so, okay, 2 oder 3 von den wohlgenährten Refugees kriegste noch gestillt, aber 2000?!?

Als ich mit 13 vom Beckenrand springen wollte, schrie mich der Bademeister an, was ich mir doch erdreistete und drohte mit mündlicher Abmahnung.

Der Bademeister war früher Chef, Großmufti und Pate in Personalunion.

In Düsseldorf jedoch diese Tage, war der wohl aufem Jakobsweg, denn, da lebten sich die Maghrebianer wie bei einem Waldorf-Schimpansen-Namenstanz über das 3 Meter, 1 Meter Brett, linksherum, rechtsherum, oben, unten, aus. Und Oma Schawupke auch noch auf‘en Kopf, juchuuu.

Die Stimmung war freudig; laut wie bei einem Technorave auser örtlichen Klapse und vollkommen entfesselt. Ich dachte noch, so war‘s bei Opa im Krieg, in den Zwischenpausen, wenn man die Witwen des Nachbarsdorf vergewaltigte.

Bei denen, dachte jetzt keiner drüber nach, ob sein dicker Zeh zu dick ist, eher, ob er sich zum fäkalier- und urinierend zur 3 Meter entfernten Toilette wirklich schleppen will.

Ach, wenn man schon mal im Wasser ist, läufts und son virusales Atombombengeschmeiss aus Urancholera und Leprapest hat doch auch was schönes, besonders beim einatmen.

Ich bin ja wirklich ein geschmeidiger Mensch der eine zu strenge Staatsführung für überholt hält, aber so ganz The Purge wäre jetzt ja auch keine Lösung. Und dann seh ich vor mir die ganzen weinenden PTBS Integrationsbeauftragten der Ausländersammelstelle, wie jeglicher Versuch den ovalen Kinder Holzblock ins dreieckige Loch zu pressen (der ist böse) scheitert, aber sie’s nicht zugeben dürfen, wegen den Leuten und so.

Schaue auf meine dicken Onkelz. Ist jetzt, wo man seinen Penis wegen Bauchfettschmiere nicht mehr so richtig sieht, das geringere Übel.

Früher war doch nicht alles besser, aber alles schlanker.

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5 Gedanken zu “Halali im Freibad

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