Warum müssen Schwule so schwul sein?

Reallie, die Frage stelle ich mir daylie.

Entweder wenn ein Mann mit meinem primären Geschlechtsorgan Liebe machen möchte, was ja nicht gehen kann, weil er ja keine für mich präferierte Spaltmassenbabyklappe hat.

Oder wenn ich immerzu schwule Freunde sehe, die dauernd, wirklich dauernd nix anderes machen als Schwulsein. Das ist doch keine Religion, nur ne ganz normale sexuelle Neigung. Wie Regenbogeneinhörner reiten oder Kaviar schlürfen.

Jeder sucht sich halt die zu ihm passende Störung. Darin ist weder was dolles noch besonderes zu finden. Im Gegenteil. Heutzutage biste ja als Hete schon son Freak wie C‘64er Spieler in den 80ern.

„Was, Schätzelein, du bist ne Hete?“

„Mein Beileid“

Guck ich mir die deutschen Frauen in meinem Epizentrum an, wirken sie von ihrer Pheromonausdünstung wie eine tektonische Kontinentalplatte die auf einem Magmaherd sitzt. Ich wäre wirklich lieber schwul, aber Aua.

Mir als Hete würde es im Traum nicht einfallen dauernd Dinge zu liken und sharen die so Heterosexuell A-typisch wären, dass sie schon schwuler als schwul wirkten.

Montag, 12:00 Uhr. Selfie mit meinem heterosexuellen Freund Odin.

Dienstag, 16:00 Uhr. Bus kam zu spät. Typisch, wieder mal ein Busfahrer der nur mit Frauen flirtet.

Mittwoch, 21:00 Uhr. Mitten im Kino steht ein Cisgender auf und holt sich Popcorn. Unverschämt.

Donnerstag, 17:00 Uhr. Besuche eine Vernissage. Der Künstler der nicht schwul ist stellt heute heterosexuelle Mikropenise in durchsichtigen Esspapierwaffeln aus.

Freitag, 07:00 Uhr. Habe geträumt eine normale Frau mit einem normalen Vornamen fragt mich nach ihrer Festnetz-Telefonnummer.

Samstag, 19:30 Uhr. Ein Dokumentation über das Leben eines Mannes in einer heterosexuellen monogamen Liebesbeziehung mit einer heterosexuellen monogamen Frau.

Freitag, 12:00 Uhr. Eine Frau geht mit einem Mann am Rheinufer spazieren. Sie haben einen Hund. Ein Kind weint. Jeder hat Jobprobleme.

Samstag, 15: 32 Uhr. Termin bei meinem Friseur, wir reden übers 6 Gang Getriebe meines SUV.

Sonntag 23:12 Uhr. Eine WG aus normalen Männern und ihren alltäglichen normalen Probleme. Heute: kacken.

und?

Spannend wie Fußpilz unterm Augenlied? „ALSO NERVT MICH NICHT MIT EUREM GESCHLECHT!!eins ELF!!.“

Oder Duschen:

Ich kenn Typen, die stehen 2 Stunden im Bad. ZWEI Stunden. In der Zeit habe ich eingekauft, ne Kolumne geschrieben, geduscht und meinem Zehennagel beim heterosexuellen wachsen zugesehen.

ich, geh „5 Minuten Fertigduschen“. Was soll ich sonst im Bad? Da ist es doch nicht schön? Und was soll der Spiegel abbilden, was sonst nicht vorhanden ist? Will ich Wahrheit schau ich Snuff Filme.

Schwulsein.

Wenn man sich nämlich immer nur in seiner eigenen Filterblase bewegt, wird man nur noch beschränkter. Mittlerweile laufen ja die divers Binären den schwulsein Schwulen den Rang ab. Jetzt reicht es nicht mehr nur ein Geschlecht zu lieben, jetzt kann man auch noch den Mutterkuchen heiraten.

Wären das dann Drillinge bei nem Zweierwurf? und die Mutter dann vom Mutterkuchen die Mutter? Ich weiß es doch auch nicht. Ist mir zu kompliziert.

Was mir nicht zu kompliziert ist zu verstehen, dass Schwulsein keine Charaktereigenschaft ist oder n soft- oder hardskill. Es ist das Leben. Vollkommen bedeutungslos. Wen soll das schon interessieren?

Auch Schwule sind narzisstische Arschlöcher.

Warum lauf ICH nicht mit nem Schild um den Hals wo draufsteht „Keinen Alltagsrassismus gegen heterosexuelle Männer“. Weil, ich es kann und man mich sonst sofort in ne Lalawerkstatt sperrt und den Schlüssel verbiegt.

Wenn man ein Teil der Gesellschaft sein will, dann sollte man sich auch als solchen integrieren. Gilt für Nationalität, Hautfarbe, Geschlecht und Geschlechtskrankheit.

Wenn man jedoch immer einen wahnsinnigen Bohei um sich macht. Dann noch überexzentrisch wie ne Tunte mit Colliergriff, Amphore oder Teekanne, dann erfährt man halt Gelächter im eigenen Spiegel-Gedächtnispalast.

Geh ich in Lederschürze & Knebel plus Gasmaske mit meinem Hund namens Jürgen in Neuss flanieren, bekomme ich halt genau das was ich dann wieder anprangre: Sprach-Scheisse vor die Schuhe.

Und wo wir grad dabei sind. Warum es schwule Kreuzfahrten, schwule Weihnachtsmärkte oder schwule Theatergruppen gibt ist für mich weder kognitiv einleuchtend noch halte ich es für sinnstiftend. Das halte ICH, eher für derb rassistisch und für eine eindeutige Zweiklassengesellschaft der Ausgrenzung.

Aber, nicht jeder Schwule mag schwulsein Schwule aka Tunten, manch einer hasst diese aufgesetzt kreischenden LSD Sägeblätter. Die nur ein Stereotyp verkaufen, als ob jeder so wäre. Als ob jeder Schwule mit Helm-Sirene, Megaphon, Bee Gees und  Regenbogen-Strasssteinbeleuchtung beim Bäcker einmarschiert, wie Hosenstall-Polen offen.

Nein so ist es halt nicht leider ist es dann doch so:

Warum mich nämlich seit immer fast jeder Schwule in die Kiste kriegen will, augenscheinlich besitze ich eine betörende süße Männer-Aura, entzieht sich mir komplett. Da ich wirklich alles theoretisch durchspielte und in keinem einzigen Bühnenstück, schoss Blut irgendwo, irgendwann, irgendwie rein.

Tragt also bitte für die Future, nicht jede Psychomacke bei mir nach außen, ihr schwulen Wichser.

5 Gedanken zu “Warum müssen Schwule so schwul sein?

  1. Ich kannte einst auch ein paar Schwule, denen zelebriertes Schwulsein zu schwul war… 😁
    Vielleicht ist Neuss ein schwuler Hotspot und du wirst deshalb so oft angebaggert? (Rosafarbener Löffelbagger mit Swarovskisteinchen auf den Raupenketten) Mein in Berlin lebender Kumpel Rudi wird dort auch dauernd von Schwulen angegraben – hier auf dem Lande passiert mir das eher seltner… Schwule reichern sich in Metropolen und Ballungsräumen an. 🙂

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  2. Also erstmal tucken die so rum, um auf sich aufmerksam zu machen, damit man sie nicht weiter gesellschaftlich ignoriert. Das ist so gewachsen.
    Zweitens wirst Du nicht angebaggert, weil Du besonders Geil für Schwule bist, sondern weil viele Männer einfach aktiv die Leute anbaggern, die sie vögeln wollen. Viele Männer sind nicht gerade wählerisch. Das ist auch genau das, was Frauen zur Sexismusdebatte über Alltagssexismus bewegt. Anduernd werden sie irgendwo angegraben von irgendwelchen notgeilen Primaten. Hier sind es Schwule, da sind es Heten – geeint in ihrer promiskuitiven Wildheit. So ist es im Leben.
    Auch ich wurde von weitaus mehr Männern, als Frauen angebaggert – habe aber mit weitaus mehr Frauen geschlafen. Anbaggern an sich ist aber ein Wort, was ich nicht mag. Ich baggere nämlich niemanden an, ich unterhalte mich und am Ende finden sie mich dann doch heiß. Easy as that.

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