Mein Leben in einer kaputten Wolkenkratzer Siedlung (Prosa, Lyrik)

Unter mir Wolkenkratzer. Thronen sie drohend – erschaffen aus Absagen und Unverbindlichkeiten.

Es werden mehr. Man merkt mit jedem Schritt, dass diese hohen in die Wolken ragenden Monster auf Sand gebaut wurden, nicht sturmerprobt sind; sich zwei und vierteilen wie ein Virus, sechstellig sechsteilen.

Fensterlos, Eingangstüren. Es sind quadratische Gebilde die sich bis in die ferne Ferne strecken und gleichförmige Straßenzüge bilden, bbilden, bbbilden.

Als ich klein war gab es nur zwei. Der Rest waren kleine Wohnanlagen, freistehende Eigentumshäuser, Reihenhäuser. Dazwischen Grünflächen, Parks, Alleen. Parkbänke.

Es duftete früher nach Reden jetzt Ausreden, Feigheit und Oberflächlichkeit. Nichts davon setzt Rost an. Die Schluchten aus diesen Unverbindlichkeitshochhäusern schlucken jedes Geräusch.

Der Hall verhallt und schallt durch die Eingangstüren, die keine Ausgangstüren besitzen. Es sind Sackgassen die im inneren Gassen bilden. Jedes Licht schlucken. Sich optimiert entgasen. Gaslightnen…

Über mir Wolkenkratzer…

 

4 Gedanken zu “Mein Leben in einer kaputten Wolkenkratzer Siedlung (Prosa, Lyrik)

    • Hrhr..mein Vater war mal da Urlauben. Ich landete nur auf dem Airport und kaufte mir von -Pringle of Scotland- nen Pulli im Duty Free. Alles stank nach Erdöl, Frauen trugen goldene Gesichtsmasken..im Duty Free stand n Ferrari und die Scheiche holten bündelweise Scheine raus..irritierend dieser Reichtum. Mein Alter war der geilste. Zahlte die Kohle für Dubai, war aber zu geizig für sich und seine Alte 30 Tacken für n Kaffee im burj al arab zu zahlen…its a classic

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      • Tja – Deutsche (gerade die typischen, die auch kreuzfahren würden) und Dubai scheinen eine Art natürliche Verbindung darzustellen… Ich kenne unheimlich viele Finanzarschlöcher, die damals vor Lehman mit $$ in den Augen dorthin gingen… U.a. meine Ex-Verlobte, deshalb habe ich 2007 auch eine Trennung (samt Ringrückgabe – gut so, konnte ich später versetzen, als ich im Arsch war) in einem Café in der „Mall of Arabia“ hinter mir (ich Depp bin ihr damals noch überraschungsmäßig hinterhergeflogen, um Kittungsversuche zu betreiben, nachdem ihre Telefonate ausblieben – damals war sie aber vermutlich bereits von jenem 20 Jahre älteren Ägypter schwanger, den sie in Dubai als Arbeitskollegen hatte)… Insgesamt war ich 2mal in jener schrecklichen Ecke (auch schon mal 2005 als zusätzliche Chill-Out-Woche nach einem 5-wöchigen Indienurlaub) – „do buy“ is nix als Shopping-Mall, FSK 6-Las Vegas plus landgewordenes Kreuzfahrtschiff gewürzt mit Sklavenhaltung und nackter Gier. Ein richtiges Disney-Dystopia – coole Gegend… Muss ich zumindest kein drittes Mal hin! 😉 Greetz!

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